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AMERICANISCHE AUTOS IN DER GESCHICHTE: FORD

Americanische Autos in der Geschichte: Ford

Er gehörte zu den Pionieren der industriellen Massenfertigung und förderte den Aufbau gewerkschaftlich unabhängiger Sozialpläne, machte in letzter Konkurrenz das Automobil in Fließbandfertigung erst Massentauglich: Henry Ford. Der Amerikanische Bürger, der 1863 als Sohn von Landwirten geboren wurde, stellte die Weichen für die Industrialisierte Fertigung von Fahrzeugen und auch der Rennsport hat dem späteren Industrie-Mogul einiges zu verdanken.

Während heutzutage Automobile zum Alltag gehören und der Klang der blechernen Karawanen mit den Verbrennungsmotoren zu der gewohnten Geräuschkulisse gehört, sah das ganze am Anfang des letzten Jahrhundert anders aus: Die Haupt-Verkehrsmittel waren die Eisenbahnnetze, und wo das Netz der Eisenbahn nicht eng genug gestrickt war, wurde auf Pferde und Ochsenkarren zurück gegriffen, sprich die Motorisierung der Bevölkerung hatte noch nicht statt gefunden. Americanische Autos gehörten zu den ersten, die nach Plänen wie jenen von Henry Ford, eine Versorgung aller Menschen mit einem Fahrzeug mobil machen sollte.

Der Plan des Industrie-Genies war dabei, seinen Arbeitern soviel zu zahlen, das diese selbst in der Lage sein würden, die Produkte zu erwerben, die sie in den Fabrikhallen montierten und vom Fließband laufen ließen. Dies legte den Grundstein dafür, was noch auf holprigen Feldwegen begann und heute zu weitreichenden strukturellen Netzen geführt hat. Regional, National, International, und die Welt wie kaum ein zweites Industrielles Erzeugnis revolutioniert hat. Americanische Autos waren nach der Politik von Henry Ford auch die ersten, die für den Export in die ganze Welt bereit gemacht wurden. Das erste Modell, das Modell T von Ford war eines der ersten Automobile, das auch im Export gehandelt wurde.

Das erste Automobil des Herstellers Ford war das Modell T und wurde im Jahre 1908 vom Konstrukteur Joseph Galamb auf den Markt gebracht. Schlussendlich sollten von diesem Fahrzeug über 15 Millionen gebaut werden und damit einen Rekord aufstellen, der zumindest Zehn Jahre lang von Ford auch gehalten wurde, weil es der Konkurrenz nicht gelang, den Erfolg Fords in der Kategorie der americanische Autos zu übertrumpfen und ihre Marktanteile widerwillig an Ford abgeben mussten. Der Wohlstand des Magnaten hat soweit geführt, das er ebenfalls die sogenannte „Ford-Stiftung“ gründete, die sich für die Hebung des allgemeinen Wohlstandes einsetzte. Zunächst fand dies nur im direkten Umfeld der Ford-Werke statt, doch später wurde der Kreis der Stiftung weiter gezogen,. zunächst national, später auch auf der Internationalen Bühne.

Die historisch bedeutsame Figur des Ford war zudem Namensgeber für eine eigene Herstellungskultur, den sogenannten „Fordismus“, der die Phase nach dem ersten und vor dem zweiten Weltkrieg durch seine innovativen, neuartigen Produktions- und Sozialpläne und -formen. Es hatten zwar bereits zuvor anderen Fabrikanten die Technik der Fließbandarbeit eingeführt, doch die americanische Autos von Ford waren die ersten, hinter denen ein gesamtheitliches Konzept stand, das von der ersten Schraube bis zur den Kindern des Fabrikmonteurs alles umfassen sollte. So verdiente der Fabrikarbeiter bei Ford im Schnitt 5 Dollar am Tag, was für die damalige Zeit ein sehr hoher Verdienst war und zum Teil mehr als 100% mehr als das Einkommen anderer Fabrikarbeiter aus vergleichbaren Industriezweigen betrug.

Der „Fordismus“ selbst erlebte seine Krise dann doch in den 1960er Jahren, als die sozialen Bewegungen innerhalb der Bürgerschaft zunahmen, auch im Rahmen der sogenannten „Hippie“-Bewegung, die viele Formen der althergebrachten Arbeit mehr als Sklaverei erkennen wollten, denn als alternative Modelle zu staatlichen Sozialsystemen. Nach Ford war die Idee, einen Arbeiter sein gesamtes Arbeitsleben zu beschäftigen, präsent. Ihn dabei fortzubilden und Vollbeschäftigung zu bieten, als auch dafür zu sorgen, das der Arbeiter im Kreis der Konsumenten bleiben würde, gehört zum Konzept des „Fordismus“. Auf den Fordismus folgten Konzepte wie der „Toyotismus“ und der sogenannte „Postfordismus“.

Zuletzt erwies sich das Modell des „Fordismus“ als zu unflexibel, um auf dem immer globalisierteren Markt zu bestehen, kollidierten die nach de Prinzip geführten Unternehmen doch recht rasch mit den aufkommenden Krisen im zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts. Zu guter Letzt war es der Markt und das Kapital, das durch seine Sprunghaftigkeit und Agilität dem „Fordismus“ als Urväterchen davon lief und sich anderen, mehr auf Individualität zielende Geschäftsmodelle und Produktpaletten americanischer Autos und ihrer Hersteller zu wand. Dennoch hielt sich diese Produktions-Philosophie mehr als ein halbes Jahrhundert und darf als ein Meilenstein der sozialen Industrialisierung betrachtet werden.

Unter den US-Oldtimern ist das Modell T, die sogenannte „Tin Lizzy“, was ein Wortspiel auf das Englische „Tin“ für Blech und „Thin“ für Dünn darstellt, eine der begehrtesten Trophäen, mit der sich ein Sammler schmücken kann. Das Design, das Ford selbst bis auf die Knochen verteidigte, war in sich beinahe einzigartig und behielt trotz der zwei Jahrzehnte andauernden Produktionszeit und der damit vorgenommenen Veränderungen und Anpassungen dennoch ihr ganz eigenen Charme. Sie strahlt heute den Glanz der zwanziger Jahre aus, den uns die Geschichtsbücher lehren, den Aufschwung vor dem Abschwung, stellen diese Fahrzeuge beinahe symbolisch die klassische Form der „Guten alten Zeit“ dar, keines der americanische Autos ist es letztendlich, das so sehr noch Stil der frühen Jahre des Automobilbaus in Form und Auftreten ausdrückt wie das Ford Modell T, die „Tin Lizzy“.

Der 01.01.1909 war das Datum, an dem Henry Ford die Leitung seines Unternehmens in die Hände seines Nachfolgers und Sohn, Edsel Ford, übergab. Er überlebte diesen jedoch und führte zu späterer Zeit noch im Hohen Alter die Firma ein zweites mal nach seinen Prinzipien, die ihn zu einer Legende gemacht, und ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert haben. Das Erbe übernahm zuletzt sein gleichnamiger Enkel nach einer langwierigen Auseinandersetzung mit der Frau des Verstorbenen Sohnes Fords', die einen großen Anteil der Aktien an Ford hielt. Bis heute jedoch steht der Name Ford für Qualität und Rentabilität und ist ein Erfolgskonzept, das von seinen beginnen bis zum heutigen Tag kaum ein zweites als Beispiel hat.

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