AUTO DER WOCHE
American Beauty: Oldsmobile
One Fine Fifty-Nine: 1959 Oldsmobile 98
Der 1959er Oldsmobile 98 ist ein wahrer amerikanischer Straßenkreuzer, erst recht wie hier als Cabriolet. Wie viele andere US Cars aus dem Hause GM folgte auch der Oldsmobile dem so genannten "Linear Look", GM’s Antwort auf das extravagante Design bei Chrysler seit dem 57er Modelljahr.
Schon in den 50er Jahren gab es das heute Platform-Sharing genannten Bauteileprogramm, bei dem der Hersteller durch die Übernahme von Teilen Geld in der Entwicklung von Fahrzeugen sparen konnte. Auch beim 59er Modell, das auf einem neuen Rahmen aufbaute, sollten sich viele Teile bei und von anderen GM-Marken und Modellen wiederfinden.
Unter der Haube steckte bei Oldsmobile seinerzeit aber immer ein Oldsmobile-Motor, zumindest werkseitig! Während in der Dynamic 88 Serie nur der 371-ci-V8 (270 PS) verfügbar war, gab es für den Super 88 und die Modelle der 98 Serie den robusten 394 ci als Standard-Motorisierung. Der Olds-Motor produzierte 315 PS bei 4.600 U/min und 587 Nm Drehmoment und wurde an ein vierstufiges Jetaway Automatikgetriebe angeflanscht, während die einfacheren Modelle serienmäßig mit einem Dreigang-Schaltgetriebe mit Lenkradschaltung ausgeliefert wurden. Technisch gesehen gab es zum 59er Modelljahr einige Verbesserungen, so die so genannten „Air Scoop“ Bremsen mit kleinen Finnen auf den Trommeln oder die „Roto Matic“-Servolenkung.
Top-Modell: Ninety Eight
Das 1959er Modelljahr bei Oldsmobile bestand aus insgesamt 17 Modellen in den Serien Eighty-Eight, Ninety-Eight, Super Eighty-Eight. Während die Hardtop Modelle Holiday und die Station Wagons Fiesta genannt wurde, blieb ein Cabriolet ein Convertible.
Gegenüber dem Vorgängermodell waren die 1959er Oldsmobiles zwar immer noch riesig, kamen aber mit eher verkümmerten Flossen. Die Karosserie wirkte wuchtiger und niedriger und hatte weniger exzessiven Chromtrimm und kam im so genannten „Linear Look“. Der 98 kam mit einer so genannten "Vista Panoramic" Frontscheibe, die vertikalen Heckflossen beginnen bereits in der Höhe der Tür und enden in leicht konturierten Rockets. Beim Ninety-Eight gab es ein besonderes, geriffeltes Alu-Blech, das die Buchstaben OLDSMOBILE trug. Das Front Styling war für die damalige Zeit typisch konservativ und dennoch mit viel Chrom. Die Standlichter saßen zwischen den beiden Hauptscheinwerfern und der Grill bestand aus flachem Aluminium-Streben.
Cabriolet-Fahren zu sechst!
Das massive Lenkrad dominiert den Innenraum des Cabriolets mit seinem symmetrisch aufgebauten Armaturenbrett, das mit stylishen und gut ablesbaren Instrumenten aufwartet. Wie bei vielen Autos aus den Fünfziger Jahren war der Tachometer als Bandtacho ausgeführt. Abhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit zeigte der Tacho das Tempo in Grün, ab 35 Meilen pro Stunde in gelb-orange und ab 65 mph in rot an.
Die 59er Oldsmobile Kunden konnten zwischen 15 verschiedenen „Magic-Mirror“ Außenfarben wählen, dazu kamen rund 60 verschiedene Designs und Polsterungen für das Interieur und das Cabriolet-Dach, genannt „Toptex“ war in sechs Farben erhältlich.
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Aktualisiert: Donnerstag, 03. September 2009
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