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CUSTOMS & RODS

Burning Suburban

Brennende Leidenschaft: 1952er Chevy Suburban
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Der 1952er Chevy Suburban ist schon im Original ein beeindruckendes und schönes Fahrzeug, jedoch mit einem gewissen Kleinbus-Charakter. Ein Umstand, der John Zeegers überhaupt nicht behagte. Gut, dass noch eine Säge in der Werkstatt lag...

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1936 war das Geburtsjahr des Suburban, der auf den Panel-Trucks basiert. Der Panel-Truck erfreute sich damals wie heute großer Beliebtheit, was hauptsächlich auf das große Cargo-Abteil zurückzuführen ist. Sein einziges Manko waren jedoch die fehlenden Fenster im Ladebereich. Dies sollte sich ändern als Chevrolet (und GMC) den Suburban anbot.

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Der Cargo-Bereich bekam vier zusätzliche Fenster plus zwei zusätzliche Sitzreihen, die Platz für acht Passagiere boten. Als Antrieb diente ein 216,5 ci großer Reihen-Sechszylinder mit 90 PS. Die zweite Generation des Suburban von 1941-'46 wurde optisch nur dezent geändert. Ab 1943 produzierte Chevrolet keine zivilen Suburbans mehr, die Produktionskapazitäten waren ausschließlich der US-Armee im 2. Weltkrieg vorbehalten.

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Erst 1946 wurde die zivile Produktion wieder aufgenommen und zwar mit dem Stand von 1942. Wer also 1946 einen neuen Suburban kaufte, hatte eigentlich ein Modell des Jahres 1942. Doch schon ein Jahr später ging ein neues Modell an den Start. Die dritte Generation, die von 1947-'55 produziert wurde, bekam eine neu gestylte Karosserie und in die Karosserie integrierte Scheinwerfer. Der Grill hatte nun waagerechte Streben und machte den Suburban insgesamt breitschultriger.

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Ein Modell aus dieser auch „Advanced Design“ genannten Baureihe erwarb 1996 der Niederländer John Zeegers. Ihm gefielen die üppige Form und der Innenraum mit den drei Sitzreihen. Über zehn Jahre war er mit dem Original unterwegs, bis ihm die schwachbrüstige Maschine den letzten Nerv raubte. Zudem bewegte sich der Spritverbrauch des Sechszylinders durchaus in den Höhen eines V8. Nach reiflicher Überlegung wagte er sich an den Umbau und installierte einen 5,7 Liter Chevy aus einem Camaro.

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Da der Innenraum sich stark aufheizte, wurden gleich zwei Klimaanlagen verbaut. Eine regelt die Raumtemperatur im vorderen Bereich, die andere verschafft den Fond-Passagieren einen kühlen Kopf. Zeitgleich wurde unterhalb der Ladefläche ein Flüssiggas-Tank eingelassen, um die monatliche Spritrechnung zu minimieren. Der außen liegende Tankstutzen wurde nach innen verlegt und mit einer runden Tankklappe versehen.

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Da nun ohnehin eine Neulackierung fällig war, entschloss der Niederländer sich für ein Topchop. Tristan von K-A-R-S reduzierte die Kopffreiheit um 7,5 cm. Nachdem alles wieder ordentlich verschweißt, verspachtelt und lackiert war, missfiel John aber die Optik. „Für meinen Geschmack war das Topchop nicht extrem genug“ erzählt John.

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Nach einigen Monaten entschloss er sich für den erneuten Einsatz der Säge. Diesmal wurde das Dach insgesamt auf 12,5 cm abgesenkt. Erneut mussten alle Scheiben gekürzt werden - eine heikle und langwierige Arbeit, die aber dennoch mit Erfolg abgeschlossen wurde. Um der optischen Linie den letzten Schliff zu geben, installierte John ein Air Ride- Fahrwerk, mit dessen Hilfe man den Suburban stufenlos bis auf den Asphalt absenken kann. Für den Kontakt zur Fahrbahn sorgen 205er bzw. 235er Pneus auf 15“-Stahlfelgen mit Chromkappen.

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Die lamellenartigen Öffnungen in der Motorhaube, auch Louvers genannt, dienen einerseits optischen Aspekten, zum Anderen wird die warme Luft des Motors besser abgeführt. Die Frontscheinwerfer wurden mittels eines innen liegenden Rings in die Karosserie eingelassen - frenched.
Als Abschluss erhielt der Suburban eine Lackierung in mattschwarz mit matten Flammen. Wie man sieht, hat sich der Einsatz der Säge durchaus gelohnt, denn weniger ist oft mehr.

Text und Fotos: Uwe Weber

AmeriCar-Facts

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1952er Chevy Suburban
Antrieb: OHV-V8, 350 ci, 5.735 ccm, Verdichtung 10,0:1, Flat-Top Kolben, 650-cfm-Holley-Vergaser, High-Pressure-Ölpumpe, Original Zylinderköpfe 64cc, Edelbrock Fächerkrümmer, Doppelrohr-Auspuff mit Vierstufen-Automatikgetriebe (TH-700R4), Heckantrieb
Fahrwerk: Vorne Einzelradaufhängung (80er Camaro), Air Ride System, Scheibenbremsen, Stabilisator; hinten: Starrachse (80er Camaro), Air Ride System, Trommelbremsen, Stabilisator
Räder: 15“-Stahlfelgen mit verchromten Radkappen auf 205/70R15-Reifen vorne, hinten auf 235/60 R15
Karosserie: 7“ frenched Scheinwerfer, Teardrop Rückleuchten, 12,5 cm Topchop, Motorhaube mit Louvers, Farbe Satin-schwarz mit matten Flammen
Innenraum: 2 Klimaanlagen für vorne und hinten, Custom Lenkrad, Camaro Lenksäule, Lokar-Schalthebel, PT-Cruiser Sitze, Verglasung angepasst und getönt, Türverkleidungen mit Flammendekor, Phillips Radio, 4 Kicker Lautsprecher, 200 Watt Kicker Verstärker,
Danksagungen: Weller Schadebedrijf, Tristan von K-A-R-S, Shakes

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Aktualisiert: Montag, 09. Juni 2008

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