AMERICAR INSIDE
Muscle Cars hoch 2: Muskelprotze unter sich!
850 PS Duett: Mercedes-Benz C63 AMG Coupé Black Series trifft auf 1967 Pontiac GTO
45 Jahre wird AMG in diesem Jahr alt. Und exakt 45 Jahre liegen auch zwischen diesen beiden Boliden, die mehr eint als nur die Farbe. Der Pontiac GTO gilt als der Begründer jenes Auto-Segments, das unter der Bezeichnung „Muscle Car“ furios Geschichte geschrieben hat. Das AMG Coupe darf sich mit Fug und Recht als German Muscle Car bezeichnen. Und legt in der Black Series Version obendrein ein Schippchen drauf!
Rot kann nicht die Farbe des Stillstands sein!
AMG wird in diesem Jahr 45 Jahre alt! 45 Jahre liegen auch zwischen C 63 AMG Coupé Black Series und Pontiac GTO
Ein Mann sieht rot! Und das gleich zweimal! Testosteron kommt von Testen – zumindest bei diesen beiden Kandidaten. Der eine schaut vielleicht etwas weniger gemein aus, der andere macht aus seinen rohen Kräften gar keinen Hehl. Und die Farbe steht ihnen gut! Auch wenn sich in manchen Kreisen hartnäckig der Blödsinn hält, dass „Rot“ keine Farbe für ein Männer-Auto ist, diesen Theoretikern sei gesagt, sowohl der GTO als auch der AMG könnten „Lila“ oder von mir aus in „Vanilla-Creme“ lackiert sein - die Frage nach dem Coolness-Faktor würde sich in beiden Fällen nicht stellen. Dabei ist die Farbe nur die kleinste Übereinstimmung zweier Geschosse, die die Asphaltdecke bis auf die darunterliegenden Pflastersteine aufreißen könnten, wenn man(n) sie nur ließe und wenn es denn die Reifen mitmachen würden. Nein, die Familienbande liegen tiefer und haben nichts mit Marken zu tun. Nennen wir es Seelenverwandtschaft.
GALERIE: MUSCLE CARS HOCH 2: MUSKELPROTZE UNTER SICH!
Entfernte Verwandte: C 63 AMG Black Series und der Großvater aus Amerika
Der 67er Pontiac leistete 335 PS und brachte auch die Auto-Quartett-Experten der Käfer-Kadett-Nation um den Schlaf. Der AMG wird von 517 PS befeuert und klingt auch so!
Das Muscle Car verdankt seine Erfindung der Tatsache, dass die nach dem alten Indianerhäuptling Pontiac benannte GM-Marke beinahe schon in den Sechzigern in die ewigen Jagdgründe eingegangen wäre. Wenn nicht eine Handvoll Ingenieure am Aufsichtsrat vorbei eine automobile Sensation konstruiert hätten. Ein Auto, das es nach General Motors Hausregeln gar nicht geben durfte. Allein das dürfte die Legendenbildung beschleunigt haben.
Das Strickmuster war ebenso simpel wie erfolgreich. In die Karosse eines Mittelklasse-Modells wurde der größtmögliche V8 gewuchtet, Fahrwerk, Bremsen und Optik aufgebretzelt und die gesamte Komposition mit einem möglichst coolen Namen gekrönt: GTO!
Dass diese drei Buchstaben schamlos bei Ferrari geklaut waren, stand dem Erfolg nicht im Wege. Ganz im Gegenteil. Der Erfolg des GTO übertraf alle Erwartungen, er war Urknall eines Fahrzeugsegments, dass Mitte der Sechziger bis Anfang der Siebziger in den USA sensationelle Blüten trieb, die Pop-Kultur befeuerte, Versicherungsagenten um den Schlaf brachte und Tankwarte hellauf begeisterte. Nur, um dann u.a. ölkrisenbedingt wie die Saurier schlagartig auszusterben.
Heute kommen die besten Muscle Cars aus Germany!
Heute sind Muscle Cars kein amerikanisches Privileg mehr. Im Gegenteil, die besten Muscle Cars kommen heute aus Germany. Aber das Strickmuster "Big Block im Mittelklasse-Coupe" findet sich auch in den modernen Vertretern dieser Spezies wieder. Genau wie die vielen kleinen Details des AMG C63 Coupé Black Series, die schon den GTO als allererstes Muscle Car ausgezeichnet haben. Zum Beispiel eine Kleinigkeit wie der "Maschenkühlergrill!" Zufall? Oder eine Reminiszenz? Gierige Lufthutzen! Der AMG braucht sie wirklich, der GTO in der High-Output-Version mit Ram-Air-Option auch.
Oder der Name! "Black Series" klingt cool! Aber gibt es eine tiefere Bedeutung? Affalterbach hüllt sich in Schweigen. Was an dieser Serie nun schwarz ist, bleibt (vorerst) im Dunklen. Pontiac hat seine Kunden über die tiefere Bedeutung von GTO , nämlich „gran turismo omologato“ (also Basismodell für den Motorsport) auch nicht aufgeklärt. Und so nannten die Amis den GTO stattdessen sinnfrei GOAT - die Ziege. Später dann „The Great One“. Wer will da schon die nicht korrekte Reihenfolge der drei Großbuchstaben einklagen?
INFOS ZUM ARTIKEL
Kommentare: 7
Aktualisiert: Mittwoch, 23. Mai 2012
Tags:
mercedes-benz c 63 amg coupé black series,
c 63 amg coupé black series,
c63,
amg,
black series,
c 63 amg,
c63 amg,
pontiac,
gto,
pontiac gto,
muscle cars,
us-cars,
v8,
fahrbericht
|
|
[Kommentar schreiben] Kommentare
Checker » Cat Stevens aus Wachtberg (36)
Danke für die schönen GTO pics und das Video .. ;)
goldenolds » Mario aus Bochum (43)
Ich gehe mal davon aus das dieser Artikel eigentlich für die Internetseite "Mercedes-Fans" (die wie "americar" aus dem gleichen Hause stammt) geschrieben wurde.
Ist also quasi ein Abfallprodukt für americar (copy and paste)
schöne Grüße, Mario
Alphor » Max aus Niestetal (26)
Mercedes Werbung auf Americar. Der Unterschied ist nur das amerikanische Muscles auch für normale Bürger zu bezahlen sind und schon immer flotte Fahrzeuge für relativ wenig Geld waren. Da kommt seit einer Ewigkeit malwieder ein Artikel und dann sowas. Gut gemacht ;-)
ARON » Aron aus Zielona Góra, PL (28)
?! Was macht dieser MB eigentlich hier?
Da konnte man schon zwischen den letzten GTO verglichen, auch wenn das eigentlich nur ein Holden tatsächlich war...
Gtomarc » Marco aus Larochette (51)
Gtomarc » Marco aus Larochette (51)
Gtomarc » Marco aus Larochette (51)
Ein zweifellos gut geschriebener Artikel Thomas, wenn auch etwas gewagt. Macht Spass zu lesen und ist auch sehr gut recherchiert. Trotzdem muss ich als langjähriger GTO Fan etwas anmerken!
Die '64 und '65 GTO's waren als solche nicht zu erkennen da sie die gleichen VIN's hatten wie der LeMans. Erst 1966 entschied Pontiac sich dazu den GTO als eigenständiges Model zu führen, was in den Staaten viele Tempest oder LeMans Besitzer dazu verleitete so genannte Clones zu bauen um ihr Fahrzeug mit grösserem Gewinn zu verkaufen. Lange Zeit war es deshalb schwer einen frühen GTO zu erstehen und sicher zu sein auch einen GTO gekauft zu haben.