Wohl kein anderes amerikanische Auto wird so sehr mit dem Thema Muscle Car verbunden wie der Dodge Charger. Dabei entstand das zweitürige Coupé als Antwort auf das Pony Car Ford Mustang und als Bedachung der hauseigenen Palette neben dem Plymouth Barracuda. Der damalige Chrysler Design-Direktor Bill Brownlie und Product Planning Manager Burt Bouwkamp entwickelten ein Showcar namens Charger II, das im Jahre 1965 auf verschiedenen Messen gezeigt wurde, um die Reaktionen der Kunden einzufangen. Aufgrund der guten Resonanz entschloss man sich zur weiteren Entwicklung und präsentierte schließlich Anfang 1966 den 66er Dodge Charger.
Das Serienmodell übernahm im Großen und Ganzen das imposante Design des Showcars. Aus Zeit- und Kostengründen hatten die Ingenieure das Fastback auf dem zweitürigen Dodge Coronet aufgebaut, beide teilten sich große Teile der Karosserie unterhalb der Fensterlinie sowie Kotflügel, Motorhaube und Frontscheibe. Die Front selbst, das fließende Dach sowie das Heck waren allerdings anders. So dominierte ein Grill mit senkrechten Streben, im dem sich kombinierte Blink- und Begrenzungsleuchten sowie drehbare Scheinwerfer versteckten. Ab der B-Säule neigte sich das Dach in einem sanften Schwung dem Heck zu und endete oberhalb einer fast die ganze Fahrzeugbreite einnehmenden Rückleuchte mit sechs Lampen und dem Charger-Schriftzug.
Der Innenraum wurde von einer durchgehenden Konsole von vorne bis hinten geteilt, so dass vier Passagiere auf Einzelsitzen Platz fanden. Die Lehnen der beiden hinteren Sitze sowie die hintere Armlehne ließen sich nach vorne klappen und ergaben so zusammen mit dem Raum dahinter eine weitere Ladefläche, die sich bei Bedarf mittels umklappbarer Trennwand zum Kofferraum hin erweitern ließ - oder umgekehrt. Das Armaturenbrett versprühte mit seinen vier großen Rundinstrumenten inklusive Drehzahlmesser Sportlichkeit, dazu wurden die Anzeigen nicht mit Lämpchen illuminiert sondern mit einer Folie, die elektrisch angeregt in einem leuchtenden Grün-Türkis die Anzeigen erhellte.
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