Happy Birthday!

DIe Marke Jeep feiert 75th Anniversary!

Happy Birthday!: DIe Marke Jeep feiert 75th Anniversary!
Erstellt am 6. Juni 2016

Am 5. Juni 1941 begann in der Geschichte des Automobils nicht nur das Kapitel eines bemerkenswerten Autos. Der Tag, an dem in Amerika der erste Jeep vom Band rollte markierte eine neue Ära und den Beginn eines Fahrzeugspezies, die heute mehr als jede andere das Bild auf den Straßen prägt. Jeep, nunmehr eine Marke des Fiat-Chrysler Konzerns, begründete die Klasse der Offroad-Fahrzeuge, heute neudeutsche: SUV, Sport Utility Vehicles. Mit 18 Millionen Fahrzeugen und 1,2 Millionen aktueller Jahresproduktion ist Jeep die erfolgreichste Allradmarke der Welt. Grund genug den 75. Geburtstag ausgiebig zu feiern: mit Sondermodellen, spektakulären Studien und Veranstaltungen.

„Der Krieg ist der Vater aller Dinge“, stellte der griechische Philosoph Heraklit vor rund 2500 Jahren fest. Für die SUV gilt diese Aussage mehr als für jedes anderes Fahrzeug. Schon im Ersten Weltkrieg war dem damals noch jungen Automobil eine bedeutende Rolle zugekommen. Die Möglichkeiten mit Autos und Lastwagen Menschen und Material in riesigen Mengen an jeden Punkt des Kriegsgeschehens befördern zu können, veränderte die Kriegsführung grundsätzlich.

Amerika hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg von der politischen Weltbühne zurückgezogen. Die damals schon größte Wirtschaftsnation war militärisch ein Zwerg. Die Armee stand an der 17. Stelle in der Welt. Noch hinter der von Portugal. In den späten Dreißigern reifte jedoch die Erkenntnis, dass sich die USA aus den wachsenden Spannungen In Europa, die eindeutig auf einen großen Krieg zusteuerten, nicht dauerhaft heraus halten konnten. In jenen Jahren erfüllten T-Modelle von Ford und Motorräder mit Beiwagen von Harley-Davidson die wesentlichen Transportaufgaben. Somit musste schnell ein spezialisiertes Fahrzeug her. Die Erfolge der Deutschen Wehrmacht im „Blitzkrieg“, dank ihres hohen Motorisierungsgrads, beschleunigte geradezu panikartig das Projekt.

Am 11. Juli 1940 sandte das US-Verteidigungsministerium ein Lastenheft an alle damals 135 aktiven Autobauer des Landes: Radstand 80 Inch (2032 Millimeter), Spurweite 47 Inch (1194 Millimeter), Fassungsvermögen: drei voll ausgerüstete Soldaten, 115 Newtonmeter maximales Drehmoment beim Motor. Das Auto musste zudem fertig montiert oder in wesentlichen Komponenten in eine genormte Transportkiste. Darum lässt sich bis heute die Frontscheibe bei einem echten Jeep nach vorne umklappen. Die Ausschreibung hatte einen wesentlichen Haken: Die Bewerber um den Regierungsauftrag hatten nur 49 Tage Zeit, einen Prototypen auf die Räder zu stellen und weiter 75 Tage um 70 Testfahrzeuge zu bauen.
Ausgerechnet der nur zwischen 1937 bis 1941 aktive Kleinwagenhersteller American Bantam Car Company, die in ihrer kurzen Geschichte insgesamt nur 20 000 Fahrzeuge fertigte, stemmte als einziger Hersteller die Herausforderung.

Der im September 1940 vorgestellte BRC (Bantam Reconnaissance Car), Spitzname „Blitz Buggy“ ließ bei den Planern der Army die Erkenntnis reifen, dass nicht der schnellste Anbieter zum Zug kommen konnte, weil Bantam gar nicht über die Möglichkeiten verfügten, große Auflagen zu fertigen. Schließlich sollte die Entscheidung zwischen dem „Quad“ des Herstellers Willys-Overland und dem „Pygmy“ von Ford fallen.

Willys setzte sich schließlich durch. Um den Namen Jeep ranken sich zahlreiche Legenden. „Jeeps“ lautete bereits im amerikanischen Bürgerkrieg zwischen 1861 und 1865 die Bezeichnung für junge unerfahrene Rekruten, die erst durch eine Ausbildung in vollwertige Soldaten verwandet werden konnten. Somit war der Jeep ein Auto, das erst durch eine entsprechende Konzeptionierung kriegstauglich war. Als Namensgeber kam auf die Figur „Eugene the Jeep“ aus den damals ungemein populären Cartoons des Seemanns „Popeye“ in Frage. Wahrscheinlich ist jedoch die umgangssprachliche Aussprache der Buchstaben „GP“, die für „General Purpose“, also für „Vielfach einsetzbar“ standen. Bereits 1941 lieferte der Hersteller 8598 Jeeps an die Army aus.

AmeriCar-History: Die Geschichte von Jeep Die Geländewagen-Ikone wird 75 Mit 75 Jahren zählt Jeep als Marke zu den jüngeren UScAutobauern, dennoch hat die Marke in den sieben Dekaden einiges erlebt. AmeriCar.de blickt zurück Mit 60 PS aus einem Benziner mit Zweil-Liter-Vierzylinder und seinem Allradantrieb, trat der Jeep im wahrsten Wort einen Siegeszug an. Bis Kriegende lieferte Willys 359 851 Einheiten. Ford steuerte weitere 270 000 Exemplare bei. Nur am Rande: Als die kaiserliche japanische Armee 1941 die Philippinen besetzte, fiel ihr einer der von Bantam gebauten 2500 Jeep in die Hände. Die Militärbehörden übergaben das Beutegut Toyota, mit der Maßgabe ein ähnliches Auto zu entwickeln und bauen. Der Prototyp erhielt von der japanischen Armee den Namen Yon-Shiki Kogata Kamatsu-Sha („Kompakter Lieferwagen der 2604. Kaiserlichen Dynastie“), ging nie in Serie, diente aber Toyota für die Entwicklung des Land Cruiser ab 1953.

Die guten Erfahrungen, die Millionen GIs auf allen Kriegsschauplätzen gesammelt hatten, ließ Mitte der Vierziger eine wachsende Nachfrage nach einem zivilen Ableger des Jeep entstehen. Am 17. Juli 1945 rollte der erste CJ bei Willys vom Band. „CJ“ stand für „Civilian Jeep“. Ohne die strengen Gewichtsvorgaben der Armee durfte der CJ mit einem verbesserten Antriebsstrang, mehr Platz und Komfort antreten. Der erste CJ kostete 1090 Dollar. Die Laufbahn des CJ endete erst 1986 mit dem CJ9.
Mit dem revolutionären Konzept des Willys Jeep Station Wagon begann ab 1946 die eigentliche Karriere des SUV. Das Auto verband einen Allradantrieb mit dem Transportvermögens eines Kombis. Der Hersteller durchlebe eine wechselvolle Laufbahn mit zahlreichen Verkäufen bis Jeep schließlich 1987 bei Chrysler andockte.

Fotos: Jeep


Mehr zu der 75jährigen Geschichte des Jeep hier!

 

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