50 Jahre Chevrolet El Camino

History-Rückblick: Chevy's Personal Pick Up

50 Jahre Chevrolet El Camino: History-Rückblick: Chevy's Personal Pick Up
Erstellt am 10. Juni 2009

"More than a Car..., more than a Truck", titelte Chevrolet seine Werbekampagne zum neuen El Camino, einem Coupé-Pick Up, der den stylischen Cameo Pick Up (1955-'57) ersetzen sollte. AmeriCar.de blickt zurück auf 50 Jahre El Camino...

Der Chevrolet El Camino erblickte das Licht der Welt im Modelljahr 1959. Er war die Antwort auf den bereits zwei Jahre zuvor vorgestellen Ford Ranchero, der - wie der El Camino - ein kleiner Pick Up auf PKW-Plattform war. General Motors hatte dieses Konzept einfach und erfolgreich kopiert und dem kleinen Commercial Car ebenfalls wie dem Rivalen einen spanischen Namen, El Camino bedeutet der Weg - verpasst. Das 59er Modell entstand auf der Bel-Air/Impala-Plattform und übernahm auch dessen Außendesign. Von der Front bis kurz vor der B-Säule glich der El Camino den Full-Size-Chevys, danach hatte man eine gewölbte Heckscheibe an eine dünne und geneigte B-Säule montiert, die in einer großen Ladefläche endete.

Auch das Heck wurde optisch an die Impalas angelehnt und so hatte man auch die mandelförmigen Rückleuchten und die langen Flossen, die gleich hinter der B-Säule begannen, nicht vergessen. Im Innern bot der El Camino drei Personen auf einer durchgehenden Sitzbank Platz, dahinter ließ sich noch einiges an Gepäck trocken verstauen. Das Armaturenbrett und das Volant stammten aus der Bel-Air-Serie. Der 1959er El Camino war der erste Chevrolet Pick Up, der mit einer Ladefläche aus Blech anstelle von Holz kam, die Heckklappe ließ sich zudem so öffnen, dass sie die Ladefläche verlängerte. Damit das Kennzeichen noch lesbar blieb, war dieses nur oben aufgehangen und konnte so herunterschwingen.

Als Motorisierung hatte GM in der Basisversion einen 235.5-ci Hi-Thrift Reihensechszylinder im Programm, optional standen noch 283-ci Turbo-Jet V8 mit Doppel- oder Vierfachvergaser und Turbo-Thrust 348-ci V8 mit Vierfachvergaser oder Tri-Power-Vergaseranlage mit drei Doppelvergasern zur Wahl, die abhängig vom jeweilige Motor mit Schalt- oder verschiedenen Automatik-Getrieben ergänzt wurden. Der El Camino Käufer konnte jede Menge Extras ordern, die auch nach Auslieferung von den Händlern installiert werden konnten. Insgesamt 22246 El Caminos wurden im ersten Modelljahr produziert. Damit hatte sich der Chevy besser verkauft als der Ranchero. Ford konnte im Premierenjahr 21.706 und im Jahr 1959 14.169 Exemplare absetzen.

Der 1960er Chevrolet El Camino führte das Konzept fort und übernahm das Design der Full-Size Chevys. Wie die Biscaynes und Bel Air hatte der El Camino zwei runde Rückleuchten am Heck, das Kennzeichen saß nun in der Heckstoßstange. Im Innern ähnelte sich die Ausstattungen und auch in Sachen Motorisierung gab es keine nennenswerten Änderungen. Der Hype um den neuen Personal Pick Up schien jedoch abzuebben. Der Verkauf sank um ein Drittel auf 14.163. Grund dafür dürfte der neue Ranchero auf dem, brandneuen Ford Falcon Basis gewesen sein, der sich 21.027 mal verkaufte.

Die Folge: Chevrolet stellte die Produktion des El Caminos ein. In den Modelljahren 1961-'63 gab es keinen PKW-Laster. Erst im 1964er Modelljahr präsentiert Chevrolet wieder einen Ranchero-Konkurrenten auf dem neuen Intermediate-Modell Chevelle. Die Chevelle gab es als zweitürigen Kombi und hatte so die nötigen Voraussetzungen für einen El Camino. Die Kabine und die Ladefläche bzw. die langen hinteren Seitenteile konnten so übernommen werden.

Da der El Camino in den selben Werken wie die Chevelle vom Band lief, konnte man beim Laster ebenfalls auf eine große Palette in Sachen Außenfarbe und Motoren zurückgreifen. Die Motorenauswahl beinhaltete zwei Reihensechszylinder, den 120 PS starken Hi-Thrift mit 194 ci und eine spezielle Version des 230-ci mit scharfer Nockenwelle, der 155 leistete sowie zwei Versionen des 283-ci V8, zum einen den 195-PS starken Turbo-Fire 283 mit Doppelvergaser und den optionalen 220 PS starken, mit Vierfachvergaser bestückten 283er mit Doppelrohrauspuff.

Wie die erste Generation übernimmt das 64er Modell das Design des Basismodells. Und so kommt der El Camino in zwei Trim-Levels, Malibu und Custom. Die Kabine nahm immer noch drei Personen bequem auf. Obwohl der 64er El Camino auf dem gegenüber dem '59/'60er Modell vier Zoll kürzeren 115“ Radstand der Chevelle basierte, war die Ladefläche mit heruntergeklappter Heckklappe mit 101,6“ länger als bei der ersten Generation.

Zum 1965er Modelljahr gab es ein kleines Facelift. Fortan verriet ein kleines Emblem am vorderen Kotflügel den verbauten Motor. Wie schon bei den Vorgängermodellen statteten die Händler den El Camino mit jede Menge Features aus, angefangen bei einer "Low D-Note"-Hupe, Auto Kompass, Tempomat bis zu Chevelle Radkappen. So konnte der El Camino Custom mit einem speziellen Chevelle Super Sport Trim bestellt werden, anstelle einer Sitzbank gab es auch zwei Einzelsitze mit Konsole, wenn das Viergang-Schaltgetriebe geordert wurde. Anstelle des leistungsstärkeren 283er kam der 300 PS starke 327 ci V8 ins Programm.

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Ein neues Exterior Styling gab den 1966er Chevelle und El Camino einen neuen Look, alle Bleche unter der Gürtellinie waren – außer des Tailgates – neu designt. Zum ersten Mal stand bei einem El Camino Modell der Name auf dem Blech, konkret auf einem Emblem inmitten des neuen Kühlergrills. Im Innern gab es Kopfstützen als neue Option und Dreipunktgurte konnten ebenfalls in diesem Modelljahr bestellt werden. Für Leistungs-orientierte Kunden stand nun der 396-ci Turbo-Jet V8 mit 325 und 360 PS-Versionen in den Orderlisten. Mitte des Modelljahres ergänzte Chevy die Palette noch um eine L78 genannte 375 PS Version des Big Block.

Zum 67er Modelljahr erhielt der El Camino erneut ein Facelift mit einem neuen Grilldesign und umdesignten Kotflügeln. Ein verchromter El Camino Schriftzug saß nun an der Motorhaube und neue Rückleuchten im „Cheese-Wedge"-Design machten den Wagen auch im Dunkeln von der Seite sichtbar. Der El Camino Custom kam mit einem breiten Holzoptik-Panel auf der Heckklappe. Technische Verbesserungen waren ein Zwei-Kreis-Bremssystem und u.a. eine Option für Scheibenbremsen vorne, die auch die Rallye Wheels mit Trim-Ringen und kleinen Nabenkappen beinhalteten. Im Innern fallen ein Dreispeichen-Lenkrad und eine sichere Energie-absorbierende Lenksäule auf, ansonsten hatte sich hier nichts großartig verändert. Im Gegensatz zu den Motorisierungen: Rund 12 Prozent der Kunden hatten den 230-ci-R6 als Antrieb gewählt, eine Stufe darüber saß der 250-ci-Sechser mit 155 PS. Der 2bbl 283er blieb der Basismotor für die V8-Modelle. Neu war der 325 PS High-Performance 327-ci-V8 mit 11:1 Verdichtung.

Der 1967er El Camino war der letzte auf dem A-body Chassis. Die komplett neue Chevelle sollte auch für den 68er El Camino die Basis bilden und so wuchs der Kleinlaster um 10 Zoll auf eine stolze Länge von 207“ an. Seitenmarkierungsleuchten kennzeichnen das 68er Modell. Vorne begleitete die gesetzlich zum 68er Modelljahr vorgeschriebene Leuchte ein Hubraum-Emblem. Bei dem SS-Modell war der Grill, der anstelle des Bowties ein SS-Emblem trug, in schwarz ausgeführt und die Haube erhielt eine kleine Hutze. Der 283er wurde durch den neuen 307-ci-V8 ersetzt.

Das 69er Modell unterschied sich nur marginal vom Vorgänger. Andere Scheinwerfer-Rahmen, ein neuer Grill und höher positionierte Seitenmarkierungsleuchten sowie neue Stoßfänger in V-Form machen den 69er im Allgemeinen aus. Anstelle des 327-ci-V8 kam der neue 350er zum Einsatz.

Für das 70er Modell hatte Chevrolet dem El Camino hingegen ein komplett neues Gesicht gegeben. Die beiden Doppelscheinwerfer saßen nun von dem Grill separiert. Dazu befanden fortan runde Blinkleuchten in der Frontstoßstange und große Rückfahrscheinwerfer in der Heckklappe. Mitte des Modelljahres wurde der 396er Big Block gegen den 402 ci-Motor ausgetauscht, das SS-396 blieb aber als Emblem. Dem Muscle Car Hype folgend war die Top-Motorisierung der im Januar 1970 eingeführte 454 ci mit 360 PS- und 450 PS-Versionen. Fortan sollten Doppelstreifen auf der Motorhaube eine der beliebtesten El Camino Optionen sein.

Erneut erhielt der El Camino zum 1971er Modelljahr eine neue Optik. Dieses Mal sollte die neue kantige Front nur einen Scheinwerfer pro Seite tragen. Außen daneben saßen nun die kombinierten Seitenmarkierungs- und Blinkleuchten, die zum 72er Modelljahr größer ausfielen. Bis auf einen leicht veränderten Grill waren das aber auch die auffälligsten Änderungen, abgesehen von den nun geringeren Leistungen der Motoren.

In 1971 bekam der El Camino einen Cousin, den GMC Sprint, der ab dem 1978er Modelljahr GMC Caballero genannt wurde. Der einzige Unterschied zwischen dem El Camino und dem GMC Sprint/Caballero waren die Embleme und in ein paar Modelljahren etwas Kosmetik.

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Der El Camino erhielt zum 73er Modelljahr eine komplette Überarbeitung. Wie gewohnt folgte das Design des El Camino dem der Chevelle. Neu waren die Energie-absorbierenden Stoßstangen. Das 73er Modell kam mit zwei neuen Trim-Packages, dem Conquista und Estate. Der Conquista fiel durch seine Zweifarbenlackierung auf, der Estate basierte auf dem Classic und erhielt ein Holzdekor auf unter unteren Seitenteilen.

Zum 74er Modelljahr verpasste Chevrolet dem El Camino einen neuen Grill, der optisch an die Mercedes Benz Modelle erinnert. Vielleicht zu sehr, denn schon das 75er Modell bekam den Kühlergrill ausgetauscht.

Das 76er Modell kam mit einer Besonderheit. Die Standard Modelle behielten die runden Einzelscheinwerfer der Vormodells bei, während die Classic Version jeweils ein Paar übereinandersitzende Scheinwerfer erhielt. Neu war der 305 ci-V8-Motor mit 140 PS, der 454 ci-V8 Big Block war für den El Camino nicht mehr erhältlich.

Ab dem 1978er Modelljahr basierte der El Camino auf dem Chevy Malibu. Wie schon bei den Vorgängermodellen übernahm der El Camino das Frontdesign der PKW Serie. Die Türen stammten vom Monte Carlo während die Heckklappe und die Stoßstange vom Malibu Station Wagon übernommen wurden. Zum ersten Mal hatte der El Camino ein eigenes Chassis mit 117,9“ Radstand. Trotz des längeren Radstandes war der El Camino mit 201,6“ rund 11,7“ kürzer. Unter der Haube steckte fortan serienmäßig ein neuer V6 Motor mit 3,3 l Hubraum (200 ci, 95 PS), ein Derivat des Chevy Small Block V8. Für Kalifornien gab es eine 3,8-Liter-Version (231 ci, 105 PS).

1979 war das letzte Jahr mit einer 350 ci V8 Option, danach war ein 305 ci V8 die größte Motorisierung im El Camino. Eine Royal Knight-Version verschaffte dem Kleinlaster ein besonderes Outfit mit doppeltem Drachen auf der Motorhaube, speziellen Felgen und mehr. Neu war die 267-ci-Motorisierung für alle nicht-kalifornischen Ausführungen des El Caminos.

Größte Änderungen zum 80er Modelljahr war der 21-Streben Grill. Ansonsten kam der kleine Pick Up nun serienmäßig mit einem 229 ci V8 (3,8-l) und Dreigang-Schaltgetriebe. Erst zum 81er Modell gab es Auffrischung im Innenraum durch ein neues Armaturenbrett. Dahinter hatte GM die neue Computer Comand Control versteckt, die das Abgassystem kontrollierte. Erstmals seit dem 77er Modelljahr gab es wieder eine separate SS-Modell-Option.

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Update in Sachen Optik gab es zum 82er Modell Neuerungen, denn nun saßen die zwei Scheinwerfer pro Seite über einem breiten Blinkerpaar. Das 83er Modell übernahm die Optik des Vorgängers, unter der Haube fand – auf Wunsch- zum ersten Mal auch ein Dieselmotor mit 5,7-Liter Hubraum Verwendung.

Im 86er Modelljahr kam der El Camino serienmäßig mit dem neuen 4,3-l-V6. Das SS-Modell erhielt eine aerodynamische Front, die Hutze auf der Haube sowie die seitlichen Auspuffrohre waren nicht funktional aber optional.

1987 nahm Chevrolet den El Camino aus seinem Angebot. Die Nachfrage hatte wegen dem 1982 eingeführten Chevrolet S-10 stark nachgelassen. Zum Schluss hatten sich 15625 El Caminos/Caballeros im Modelljahr 1987 verkauft – im 88er sollen es lediglich 745 gewesen sein!

Das El Camino Konzept ist dennoch bis heute ein Thema. Die australische Tochterfirma Holden produziert einen Personal Pick Up namens Ute, der so erfolgreich ist, dass GM dieses Modell zu einem Pontiac umbaute und als SportTruck wieder auf den Markt bringen wollte. Für die wahren Fans wäre ein El Camino-Nachfolger auf Pontiac Basis nicht die Erfüllung gewesen, doch GM cancelte das Modell und die Wirtschaftskrise zwang GM zum Schließen der Marke Pontiac. Doch der Chevrolet El Camino hat noch lange nicht das Ende der Straße erreicht...

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1 Kommentar

  • ARON

    ARON

    Super - THX AmeriCar für diesen Artikel, El Caminos (zusammen mit Rancheros) gehören nicht nur zu den coolsten pick ups, sondern US Cars überhaupt... Nur schade, dass GM heute (zusammen mit FoMoCo) diese Möglichkeit vermasselt hatte...der G8 ST war mit seinem Design auch kein Volltreffer! P.S. Mir gefällt besonders das Foto wo drei Bauunternehmer einen SS-Modell für ihren Firmenwagen haben... :D

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