Der Chevrolet Suburban wird 75!

Ein historischer Rückblick auf das amerikanische Auto

 Der Chevrolet Suburban wird 75!: Ein historischer Rückblick auf das amerikanische Auto
Erstellt am 12. Februar 2010

Auf der diesjährigen Chicago Auto Show präsentierte Chevrolet ein Sondermodell des Chevrolet Suburban anlässlich seines 75. Jubiläums. AmeriCar.de blickt an dieser Stelle zurück auf das dreiviertel Jahrhundert und stellt die verschiedenen Modelle vor. Kommt mit auf die Zeitreise…

Im Jahre 1935 führte Chevrolet zum ersten Mal ein Modell namens Suburban ein. Damals hätte wohl niemand bei Chevrolet oder General Motors, zu denen die Marke gehört, gedacht, dass es sich bei dem Suburban um das am längsten gebaute amerikanische Auto der Marke handeln wird.

Der damalige Suburban hat freilich nicht mehr viel außer dem Namen und dem Ur-Konzept gemein. Der 35er Chevrolet hatte acht Sitze, die sich einfach ausbauen ließen und so eine große Ladefläche von 1,905 x 1,956 mm freimachten – zum Vergleich: der aktuelle Suburban nimmt bis zu neun Personen auf und bringt es bei umgeklappten Sitzen in der zweiten und dritten Reihe auf stolze 3891 Liter Ladevolumen.

Der Suburban diente als Transportmittel zum Bahnhof

Die Idee für einen Suburban war geboren, als man einen auf einem LKW basierenden Kombi entwickeln wollte. In den 30er Jahren boten die meisten amerikanischen Autohersteller nur Kombis auf PKW-Basis an. Offene Modell mit Fenstern und hinteren Sitzen wurden „Depot Hacks“ genannt und dienten dazu, die Passagiere und ihr Gepäck zu Bahnhöfen und Schiffsanlegern zu bringen. Zu diesen Modellen gehörten ebenfalls die Kombis mit geschlossenen Seiten und ohne Rücksitze, bekannt als Sedan Deliveries.

Die Karosserie der frühen Modelle bestand oft aus hölzernen Seitenteilen und einem Stoffverdeck. Und obwohl sich sehr praktisch waren, das PKW-Chassis und die leicht zu beschädigenden Karosserien waren nur ein Kompromiss. Chevrolet experimentierte deshalb Mitte der dreißiger Jahre mit einem Ganz-Stahl-Kombi auf einem so genannten Commercial Chassis und schließlich wurde der Suburban Carryall im Jahr 1935 vorgestellt.

Vom Gewerbetreibenden zum Privatmann

Die PKW-basierten Transporter wurden weiterhin produziert, aber immer mehr gewerbliche Kunden fanden Gefallen an den Suburbans. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Popularität auch bei den privaten Kunden, die die kompromisslosen Fähigkeiten des Suburban schätzten.

Anfang der 90er Jahre traf der Chevrolet Suburban den Geschmack aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Sport Utility Vehicles (SUV). Aber während für viele Kunden der Suburban ein neues US-Car war, hatte dieses Modell doch schon viele langjährige Kunden zur Seite gestanden – als Transportmittel der kleinen Fußballmannschaft, als Zugmaschine für Pferdeanhänger oder gar als Baustellen-Shuttle für die Arbeiter – der Suburban erledigte wohl jeden Job!



Nachfolgend der historische Rückblick mit vielen schönen historischen Bildern des Chevrolet Suburban.



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1935

Der Suburban Carryall wurde mit zweitüriger Karosserieform vorgestellt. Angetrieben wurde der Commercial von einem „Stovebolt“-Reihensechszylinder mit 60 PS. 1937 bekommt der Suburban eine neue aerodynamischere Karosserie mit typischen Art Deco Elementen, die Leistung des Stovebolt wurde auf 79 PS erhöht.

1942

Die Produktion der meisten zivilen Fahrzeuge wurde wegen des Zweiten Weltkriegs gestoppt, stattdessen wurden Militär-Transporter, darunter auch viele Chevrolet Trucks wie auch der Suburban gebaut.

1947

Das erste signifikante Neudesign der Chevrolet Truck Modellreihe seit Anbruch des Krieges. Der Reihensechser bringt es auf 217 Nm Drehmoment bei nur 1200 U/min und macht den Suburban damit zum optimalen Zugpferd.



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1950

Die Suburban Models werden sowohl mit Tailgate (Heckklappe) mit als auch konventionellen Türen (Barn Doors genannt) angeboten.

1955:

Eine revolutionäres neues Styling wird Mitte des Modelljahres vorgestellt, die Trucks im “Second Series Design” kamen mit Panorama-Windschutzscheibe und ohne seitliche Trittbretter – zum ersten Mal schließt die Karosserie mit den Kotflügeln bündig ab. Premiere außerdem für den ersten Small Block V8 mit 265 ci Hubraum und 145 PS. 1957 wird zum ersten Mal ein Suburban mit Allradantrieb angeboten, zusammen mit dem „Powr-Pak” System von NAPCO ("Northwestern Auto Parts Company" aus Minneapolis (MN), das den V8 auf 225 PS brachte.

1960

Chevrolet führt die C/K Bezeichnungen ein, um die Modelle mit Heckantrieb (C-) und Allradantrieb (K-) zu markieren. Das Front-Design ist zudem neu.



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1967

Das komplett neue Styling von Chevrolet’s Halb-Tonnen-Trucks inklusive dem Suburban wird vorgestellt. Fortan kommen die Suburban nicht mehr nur als Zweitürer! Das Drei-Türen-Konzept sieht eine einzelne Tür auf der Fahrerseite und zwei Türen, eine für den Beifahrer, eine für den hinteren Teil, vor. Diese Ausführung macht den Suburban für Krankenwagen-Umbauer interessant. Dafür bekommt der Suburban 1969 mit dem Chevrolet Blazer einen kleinen Bruder mit kürzerem Radstand und nur zwei Türen!

1973

Eine neue Generation von Chevrolet Trucks kommt auf den Markt, der Suburban mit eingeschlossen. Zum ersten Mal gibt des das amerikanische Auto mit konventionellen vier Türen. Der 129,5” Radstand ist mit 3,289 mm nur 0,5 Zoll (12.7 mm) kürzer als beim aktuellen 2010er Modell. Dazu gibt es zum ersten Mal einen Suburban in ¾ Ton Ausführung, der auch mit einem 454 ci Big Block, der 455 Nm Drehmoment anbot, bestellt werden konnte.

1975

Mehr Komfort im Innenraum und mehr Ausstattungsfeatures in den 73er Modellen bewegen immer mehr Käufer, sich auch privat einen Suburban zuzulegen. Chevrolet kommt dem nach und bietet noch komfortablere Sitze, gepolsterte Türverkleidungen und neue Extras wie Holztrimm und mehr an.



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1981

Das aufgefrischte Design bringt rechteckige, übereinander angeordnete Scheinwerfer mit. Das Allradsystem kommt mit automatischen Sperren an den Achsen, der 454 wird immer noch angeboten und liefert den Kunden genügend Power zum Anhänger ziehen.

1987

Zum ersten Mal gibt e seine elektronisch kontrollierte Benzineinspritzung (TBI) und eine vierstufige Automatik.

1992

Ein komplett neuer Suburban kommt auf den Markt. Die Scheinwerfer sind nun unter einer durchgehenden Abdeckung zusammengefasst und die Scheiben sind bündig eingesetzt. Der 5,7 Liter Small Block V8 treibt die 1500 Modelle an, während der 454 ci (7,4 Liter) Motor immer noch für die 2500 Modelle verfügbar ist. Weitere Updates sind Anti-Blockier-System, automatisch zuschaltender Allradantrieb (Insta-Trac) und ein PKW-ähnlicheres Fahrwerk. 1995 wird der kleiner Bruder Blazer durch den Tahoe abgelöst.

1998

OnStar und das permanente “AutoTrac” Allradsystem sind verfügbar.



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2000

Vorgestellt in 1999 als 2000er model bringt die nächste Generation des Suburban ein neues Styling, neues Interieur und neue Motoren. Zu den Motoren gehört u.a. Vortec 5,3 Liter-V8 und 6,0 Liter V8, die auf dem Gen III V8 „LS“ basieren, der ein paar Jahre zuvor als LS1 in der Corvette debütierte. Weitere neue Features sind Scheibenbremsen rundum und eine Niveau-Regulierung.

2007

Die letzte Generation des Suburban wird vorgestellt. Das neue Design ist noch aerodynamischer und kommt ohne viel Chrom an der Front aus.

2010

Das 75-jährige Jubiläum wird mit einem limitierten Sondermodell gefeiert, dem 75th Anniversary Diamond Edition Suburban.

56 Bilder Fotostrecke | Chevrolet Suburban 75th Anniversary: Ein historischer Rückblick auf das amerikanische Auto #01 #02

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