24h von Le Mans

Glück und Pech für die US-Teams Ford und Corvette Racing!

24h von Le Mans: Glück und Pech für die US-Teams Ford und Corvette Racing!
Erstellt am 22. Juni 2016

Während Ford bei der Rückkehr nach Le Mans einen grandiosen Sieg in der GTE-Klasse feierte, lief das Wochenende für die Vorjahres-Sieger von Corvette Racing alles andere als optimal.

In der starken GTE-Klasse gab es vor dem Rennen eigentlich nur ein Thema: Die Neuauflage des historischen Duells Ford gegen Ferrari, das in diesem Jahr den 50. Jahrestag feiert. Das im letzten Jahr siegreiche Team von Corvette Racing wollte diesem Jubiläum natürlich gern einen Strich durch die Rechnung machen und wieder ganz oben auf dem GTE-Treppchen stehen. Im ersten Qualifying machte sich allerdings Ernüchterung breit. Die Gegner von Ferrari und Ford fuhren auf einmal bis zu fünf (!) Sekunden pro Runde schneller! Offensichtlich hatte man in deren Lager in den Vortests gepokert und nicht die wahre Performance gezeigt, um eine bessere Einstufung in der Balance of Performance zu bekommen. Mit Erfolg, denn die Gegner von Corvette, Aston Martin oder Porsche hatten nicht den Hauch einer Chance gegen die beiden Kontrahenten. Zwar bemerkten auch die Regelhüter diese Taktik und versuchten vor dem Rennen durch Anpassungen am Gewicht, Ladedruck und Größe des Air-Restriktors die Chancengleichheit zu erhöhen, aber den Performance-Unterschied konnte (und wollte?) man nicht komplett eliminieren. Das Duell Ford gegen Ferrari kam dem Veranstalter natürlich auch wegen des historischen Wertes sehr gelegen.

Ford in Bestform dank BoP!

Die Corvette-Truppe traf es noch härter, denn das sehr gut besetzte Auto mit der #63 musste das Rennen von ganz hinten starten, nachdem man im zweiten, verregnetet Qualifying nicht die geforderte Mindestanzahl von 6 Runden absolvierte. Damit war das Auto bereits vor dem Start chancenlos, vor allem angesichts des Sprint-Charakters heutiger 24h-Rennen. Nach dem Start legten die Werks-Fords auch los wie die Feuerwehr und lieferten sich heiße Gefechte mit den Ferrari. Vor allem der Ford GT mit der #68 lag mit den Piloten Sebastian Bourdais, Joey Hand und Dirk Müller die ganze Zeit in direkter Nähe zu Spitze und rang schließlich den besten Ferrari nieder.

Tolle Ergebnisse für alle Ford!

Der Ford GT von Sébastien Bourdais (F), Joey Hand (USA) und Dirk Müller (D) überquerte am Sonntagnachmittag kurz nach 15 Uhr die Ziellinie des Circuit des 24 heures nach 340 Runden als Erster. Dritter wurde ein weiterer Ford GT aus dem Rennstall Ford Chip Ganassi Racing mit den Teamkollegen Ryan Briscoe (AUS), Scott Dixon (NZ) und Richard Westbrook (GB) am Steuer der Startnummer 69. Die beiden anderen Ford GT mit den Startnummern 66 und 67 kamen auf den LM GTE Pro-Rängen vier und neun ins Ziel.

Erst vor einem Jahr hatte die Marke in Le Mans den neuen Ford GT der Weltpresse vorgestellt. Nur 395 Tage vor dem Sieg beim berühmten Langstreckenklassiker hatte die Rennversion des Ford GT ihr erstes Rollout erlebt - es war am 20. Mai 2015 auf dem Calabogie Motorsports Park in Canada. In einem beispiellosen Kraftakt entwickelte das Team von Ford Chip Ganassi Racing das Fahrzeug in nur einem Jahr zum Le Mans-Sieger. Dabei wurde zunächst das Rennauto entwickelt, auf dem dann später die Straßenversion entstand. Das ist sicher beispiellos in seiner Konsequenz und offensichtlich sehr erfolgreich, aber ob dieses Vorgehen noch dem Geiste von GT-Rennen entspricht, sei einmal dahingestellt.

Mit der Corvette einmal durch das ganze Feld!

Im Lager von Corvette Racing hingegen herrschte nach dem Rennen gedämpfte Freude. Das von ganz hinten gestartete Auto mit der #63 und Antonio Garcia, Jan Magnussen sowie Ricky Taylor am Steuer kämpfte sich mit einem makellosen Rennen bis auf Rang 7 nach vorn. Anders das weiter vorn gestartete Schwesterauto mit der #64, das von Tommy Milner, Oliver Gavin und Jordan Tayler pilotiert wurde.

Schwerer Crash am Morgen!

Nach einer guten Nacht und vielen Positionsgewinnen war die Corvette gerade gut in Schwung gekommen, als Tommy Milner in der 17. Rennstunde am Morgen in einer schnellen Kurve das Heck verlor und sehr hart in die Reifenstapel einschlug. "Ich bin froh, in einer Corvette gesessen zu haben! Corvette Racing baut wirklich sichere Autos!" meinte der geschockte, aber unverletzte Pikot hinterher. Das Rennen war allerdings für dieses Auto an Position 5 liegend vorbei.

Hier findet ihr unsere große Fotostrecke, u.a. mit exklusiven Bildern aus der Corvette-Box! 185 Bilder Fotostrecke | 24h von Le Mans: Impressionen der US-Teams #01 #02

Wie es in den großen Klassen LMP1 und LMP2 lief, lest ihr in unserem Schwester-Magazin Vau-Max.de!

1 Kommentar

  • ARON

    ARON

    Kann mir jemand sinngemäß erklären warum immer nur die GT-Klassen Rennfahrzeuge immer mit ALLEN möglichem Licht eingeschaltet fahren? Das ist doch bisschen kurios, bes. auf der Rennstrecke - guckt Euch die fotos selber an!

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