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AUTO DER WOCHE

American Beauty: Oldsmobile

One Fine Fifty-Nine: 1959 Oldsmobile 98
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Der hier gezeigte 59er 98 gehört Bruno Häfliger aus Mülheim an der Ruhr. Der gebürtige Schweizer fährt schon seit unzähligen Jahren Amerikanische Autos. „Mein zweites normales Strassenfahrzeug in Zürich war ein Studebaker Silver Hawk Coupe“, erzählt der pensionierte Flugzeugtechniker, der sich fortan dem American Way of Drive verschrieben hatte.

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Bedingt durch seine Arbeit kam Bruno viel herum und sah viele schöne US –Cars, denen er oft nicht wiederstehen konnte. So fuhr Bruno bis heute rund 15 amerikanische Fahrzeuge, die heute zum Teil echte Klassiker sind – zu beneiden, oder?
Unter diesen US Cars waren ein Buick Invicta, 73er Pontiac Firebird Formual 400, 59er Dodge Custom Royal Cabriolet. “Das war der erste Wagen, den ich selbst total restaurierte“, berichtet Bruno. Es folgten viele weitere amerikanische Klassiker, wie ein 61er Chrysler New Yorker, 58er Buick Super mit Low Mileage oder ein 59er Cadillac Eldorado.

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Viele Fahrzeuge kaufte Bruno, der einen Wohnsitz in Miami, Florida (USA) hat, direkt in den USA vor Ort und fuhr in seinen Urlauben seinen jeweiligen Neuerwerb auf eigener Achse zum Hafen in den Staaten und holte diese auch im Hafen von Bremerhaven ab, um mit ihnen in sein Heimatland zu importieren. Doch nicht alle US Cars stammten direkt aus den Staaten. „1976 kaufte ich in London einen fast makellosen 1966 T-Bird Town Landau, der sich heute noch in meinem Besitz befindet.

Selbstabholer in den USA

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Den 59er Oldsmobile entdeckte der 68-Jährige in der Hemmings Motor News, einem renommierten Klassiker-Magazin mit Branchenverzeichnis-Charakter und jeder Menge Verkaufsanzeigen. „Der Wagen war ein Survivor und war eigentlich in einem überraschend guten Zustand und lief einwandfrei“, erzählt Bruno, „Ich fuhr damit von Oshkosh, Wisconsin über New-York nach Quakertown in der Nähe von Philadelphia, wo mein Freund die Verschiffung von Port-Elizabeth, New Jersey nach Bremerhaven arrangierte.“ Von Bremerhaven fuhr der Schweizer sein neues Cabriolet gleich durch nach Zürich und später zurück nach Mülheim an der Ruhr.

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Dort angekommen inspizierte der Flugzeugtechniker den Olds erst einmal gründlich. „Wenn man einmal beginnt zu schrauben kommt doch Einiges zu Vorschein und ich habe dann ziemlich alles auseinandergenommen und restauriert“, meint Bruno. Was er allerdings unangetastet ließ waren der 394er Rocket Motor und das Automatikgetriebe. Die meisten Arbeiten erledigte der Techniker selbst. Nur wenige Arbeiten gab der Schweizer in fremde Hände wie zum Beispiel das Sandstrahlen, einige wenige Schweißarbeiten oder das neue Cabriodach.

Neverending Story...

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Ein nettes Detail hat sich der Schweizer auch einfallen lassen, in einer GM Under-Dash Tissuebox steckt ein modernes Kassettenradio. Mittlerweile hat der 68-Jährige den Olds schon über zehn Jahre, bedingt dadurch weil er zeitweise berufsbedingt abwesend war. Doch auch jetzt als Rentner kann Bruno nicht stillstehen. „Zur Zeit restaurierte ich wieder einen Wagen, den ich behalten werde, einen 59er Ford Skyliner Retractable Hardtop mit 352 Police Interceptor V8 und Cruise-O-Matic Getriebe“ erklärt Bruno. Den Wagen hatte der Techniker in Bloomington, Illinois gekauft und irgendwann in Zürich verkauft. „Ich hab ihn nach ca. 8 Jahren vom gleichen Mann (mit inzwischen vielen Kindern) zurückgekauft“, erzählt der 68-Jährige, der jede Ausfahrt mit seinem 59er Ninety-Eight genießt…

Text & Fotos: Thomas Frankenstein

AmeriCar-Facts

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1959 Oldsmobile 98 Convertible

Antrieb: OHV-V8, 394 ci, 6456 ccm, 315 PS bei 4.600 U/min, Rochester-Vergaser, Doppelrohrauspuffanlage; Vierstufen-Automatik, Heckantrieb
Fahrwerk: Einzelradaufhängung vorne, Schraubenfedern, Öldruckdämpfer, Trommelbremsen; Starrachse hinten, Blattfedern, Öldruckdämpfer, Trommelbremsen
Räder: 14“-Stahlfelgen mit Oldsmobile Radkappe auf BF Goodrich Silvertown Weißwandreifen in 9.00x14“

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Aktualisiert: Donnerstag, 03. September 2009

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