Außen 1967 – darunter moderne Zutaten: 67er Chevy Camaro

Amerikanisches Auto in Straßenrenner-Optik

Außen 1967 – darunter moderne Zutaten: 67er Chevy Camaro: Amerikanisches Auto in Straßenrenner-Optik
Erstellt am 14. Dezember 2009

Der Chevrolet Camaro war schon seinerzeit ein sportliches US-Car. Zwar gab es das schicke Coupé (und auch das Cabriolet) auch mit sparsamen Sechszylinder-Motoren, aber auch in leistungsstarken Versionen mit großvolumigen Motorisierungen. Oft diente das beliebte amerikanische Auto auch als Rennwagen, sei es auf der Viertelmeile oder für Rundstreckenrennen.

Jörg Narewski aus Hannover wollte einen 67er Camaro in der Optik eines solchen Renners haben, allerdings nicht mit der betagten Technik. Unter dem Blech von 1967 sollten moderne Komponenten stecken. Jörg hatte schon einige US-Cars gefahren und hatte seine Cobra mal zum Motorneuaufbau zu Power by Lehnert nach Gladbeck gebracht. Mit den beiden Jungs dort kam der Hannoveraner anscheinend so gut klar, dass er die seit über 20 Jahren im US-Car Geschäft aktiven Gladbecker beauftragte, auch seinen Camaro aufzubauen.

US-Car aus Hand eines Amerikaners in Deutschland

Als erstes stand die Suche nach einer geeigneten Basis an. In St. Augustin fand Jörg einen 67er Camaro, der einem ehemaligen Wal-Mart -Angestellten gehörte. Damals zog sich der amerikanische Supermarkt-Konzern vom deutschen Markt zurück und der US-Mitarbeiter musste wieder zurück in die Staaten, wollte aber den Camaro nicht mitnehmen.

Power by Lehnert war auch beim Kauf dabei und konnte so das Projekt gleich übernehmen. „Die einzigen Kundenvorgaben waren die Leistung und der Wagen sollte in einer klassischen Straßenrennwagen-Optik kommen – ansonsten hatten wir freie Hand“, berichtet Uwe Lehnert.

Alles Unnötige raus!

Der Kunde wollte auf alles Unnötige verzichten, also entfernten die Gladbecker erst einmal alles aus dem Innenraum. Anstelle des serienmäßigen Armaturenbretts bauten die Jungs einen Neues aus Carbon nach, in dem die Autometer-Instrumente Platz fanden. Die originalen Sitze und Rückbank wurden ebenfalls getauscht, hier montierte man ein paar FK-Rennschalensitze.

Corvette Power für den Camaro!

Highlight des Umbaus zum US-Car-Straßenrenner ist sicherlich die Technik unter dem amerikanischen Blechkleid. „Der Motor stammt aus einer C6 Corvette und wurde von uns leistungsgesteigert“, erzählt Uwe. „Wir haben die Zylinderköpfe bearbeitet, eine andere Nockenwelle gemacht und den Computer umprogrammiert.“

Auch an der Auspuffanlage wurde gearbeitet, hier sorgen Komponenten von Flowmaster und Magnaflow in Kombination mit mit Detroit Steel Engineering Fächerkrümmern für den guten Ton und freie Fahrt für die Abgase.

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An den LS2 kam ein ZF-Getriebe

Hinten an den 6,0-Liter LS2-Small-Block montierten die Gladbecker ein Sechsgang-Schaltgetriebe aus dem Hause ZF, das die 530 PS Leistung und 608 Nm Drehmoment gut verarbeiten konnte. Um das auch wirklich sicherzustellen, verbaute Power By Lehnert an der Vorderachse Federbeine von Detroit Steel Engineering und verpasste der Blattfeder-geführten Starrachse gleich vier Gasdruckdämpfer.

Baer & SSBC verzögern das Pony Car

Scheibenbremsen – vorne von Baer, hinten von Stainless Steel Brakes – sorgen für eine der Leistung entsprechende Verzögerung. Diese verstecken sich allerdings hinter einem Satz Rondell Alufelgen. Vorne messen die mit Pirelli Zero R 245/45 R18 bezogenen Leichtmetallräder 8,5x18“ und hinten sind die 10x18“ breiten Felgen mit Pirelli Zero R 275/45 R18 ausgestattet.

Die Karosserie wurde – wie eingangs beschrieben – nicht verändert. Für eine verbesserte Luftzufuhr des LS2-Small Blocks jedoch verbauten die Gladbecker eine neue Front mit speziellem Kühlergrill, kürzten die schwarz lackierten Stoßstangen. Für eine modernere Optik installierten sie zudem ein Paar Klarglasscheinwerfer.

Das Heck erhielt analog zu der Front die geteilten Stoßstangen. Dazu wurden die Hauben von Motor- und Kofferraum in Schwarz anstelle der ansonsten Grüntons aus dem Hause DuPont ausgeführt.

...and the Beat goes on!

Doch damit ist das Projekt noch lange nicht fertig, die neue Motorhaube aus GFK ist bereits geordert und der Kunde will als nächstes ein zum Camaro passendes Service-Car bauen lassen – und auch wir bleiben dran!



Text: Thomas Frankenstein / AmeriCar.de

Fotos: Thomas Ebeling, Jan Hinzer

AmeriCar-Facts

1967er Chevrolet Camaro



Antrieb: OHV-V8 (LS2), 364 ci, 5.967 ccm, 530 PS bei 6000 U/min, 608 Nm bei 4000 U/min, Flowmaster-/Magnaflow-Auspuffanlage mit Detroit Engineering Fächerkrümmer; Sechsgang-Schaltgetriebe (ZF6), Heckantrieb

Fahrwerk: Vorne Einzelradaufhängung, Detroit Engineering Federbeine, Stabilisator, Baer-Scheibenbremsen; Hinten Starrachse, Blattfedern, vier Gasdruckdämpfer, SSBC-Scheibenbremsen

Räder: Rondell Alufelgen, vorne 8,5x18“ mit Pirelli Zero R 245/45 R18 und hinten 10x18“ mit Pirelli Zero R 275/45 R18

Sonstiges: 19 Monate Aufbau, Farbe: grün-schwarz (DuPont), Grant-Lenkrad, Autometer-Instrumente, GM-Soundmaster Radio, Hurst-Schalthebel, FK-Schalensitze, Überrollkäfig, Carbon-Armaturenbrett, -Himmel und -Türverkleidungen,

32 Bilder Fotostrecke | Außen 1967 – darunter moderne Zutaten: 67er Chevy Camaro: Amerikanisches Auto in Straßenrenner-Optik #01 #02

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7 Kommentare

  • Lehnert

    Lehnert

    Hallo die Zulassung stammt noch aus Zeiten vor dem Umbau der Camaro ist bereits umgemeldet und fährt ohne H in einem anderen Kreis rum .
  • goldenolds

    Goldenolds

    Die Frage zur H-Zulassung würde mich auch mal interessieren... Wo doch Heute jede Kleinigkeit sofort bemängelt wird, und sogar sicherheitstechnische Dinge wie Umbau auf Scheibenbremsen oder umwelttechnische Dinge wie eine Autogasanlage die H-Zulassung sofort ausschliessen...
  • 1979transam

    1979transam

    bitte beantworten!!!! wie bekommt man denn mit den ganzen umbauten (motor, fahrwerk, bremsen, sitze, felgen...) eine h-zulassung vom tüv? bitte beantworten!!!
  • Wikinger

    Wikinger

    Hallo Leutz. Wer das Auto - und Uwe - in Action sehen und hören will, der klickt hier, bei eurem KARACHO.tv: [url=http://www.youtube.com/user/pixelgarage2008#p/u/14/W3l8QW_yR7I]http://www.youtube.com/user/pixelgarage2008#p/u/14/W3l8QW_yR7I[/url] Guten Rutsch! Wikinger und das KARACHO.tv-Team
  • Lehnert

    Lehnert

    Hallo Aron Hallo Alexander , Aron bei dir möchte ich mich erstmal für die Blumen und deinen fachlichen Kommentar bedanken. Also zu dem Thema Räder Reifen möchte ich folgendes anmerken , mir war schon klar das die Wahl der Felgen optisch etwas gewagt war . Ein Klassiker zb. Torq Trust oder ähnliches wäre mir damals als die Auswahl der Räder anstand auch lieber gewesen ( Heute jedoch nicht mehr ) . Zum damaligen Zeitpunkt gab es aber keinen Klassiker in der Größe und Breite wie die Felgen benötigt wurden zumal auch häufig die Qualität bei diesen Massenrädern zu wünschen übrig lässt. Unser Rad sollte ein echtes Leichtmetal Rad sein keines das schwerer ist als eine Stahlfelge letzteres ist leider bei Alurädern die in Massen angeboten werden oft der Fall das Rondell Rad ist von der Qualität her Top und läuft echt rund.Über die Optik lässt sich natürlich streiten und das ist auch gut so . Bei den Reifen verstehe ich die Kritik nicht ganz so weil die Breite und höhe des Querschnitt (relativ viel Gummi zwischen Felge und Asphalt ) durchaus authentisch ist ,man kann trotz der schönen Bilder hier auch nur sehr schwer erkennen wieviel Zoll die Räder tatsächlich haben selbst Leute die das Auto in Natur gesehen haben waren der Meinung das die Räder kleiner sind als 18 Zoll und mußten zweimal hinsehen . Die 18 Zoll Räder waren auf Grund der großen Bremsanlage nötig . In Grefrath hat der Camaro sofort einen Pott geholt 1 Platz beste Street Machine . Also Alexander dann können die Räder ja nicht so ganz schrecklich und grauenvoll aussehen aber man weiss ja über Geschmack kann man nicht streiten letzteres möchte ich sowieso nicht . Liebe Grüße aus Gladbeck nach Emmersweiler und Zielona
  • ARON

    ARON

    Ja, mir passt die Rad/Reifen-Kombination auch nicht, aber der Wagen in sich ist mit Stil gemacht - sieht rennmäßig und roh aus!
  • Moparfreak

    Moparfreak

    Schreckliche, geradezu grauenvolle Felgen und Reifen!

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