Her Name is Tinkerbell - 1956er Ford Thunderbird

US-Car als Urlaubsmitbringsel

Her Name is Tinkerbell - 1956er Ford Thunderbird: US-Car als Urlaubsmitbringsel
Erstellt am 12. Mai 2009

Für viele von uns sind Reisen in die USA nicht einfach nur Urlaub. Oft verbindet man das Angenehme mit dem Nützlichen, schließlich ist man ja „an der Quelle“ und kann das eine oder andere Teil für sein amerikanisches Auto gebrauchen und einfacher bekommen, als hierzulande. Und bei dem günstigen Dollar-Kurs macht das Einkaufen auch noch Spaß...

Im November 2007 war der Dollar-Kurs freilich noch günstiger als zur Wirtschaftskrisen-Zeit heute, viele Europäer kauften in den USA nicht nur Teile sondern auch Autos, so auch Egbert und Marion Weinberger aus Meerbusch bei Düsseldorf.

Besuch bei Verwandten

Die beiden hatten sich kurzfristig zu einem Verwandtenbesuch in den Staaten entschlossen und wollten aufgrund des bereits erwähnten günstigen Dollars ein Auto mit nach Hause nehmen. „Es wurden Car-Trader und das Internet durchforstet“, berichtet Egbert, der zusammen mit seiner Frau Marion mehrere Objekte in Augenschein nahm. „Meist kam aber heraus, dass die Besitzer ihre Fahrzeuge absolut überbewerteten!“

Auf dem Rückweg einer solchen enttäuschenden Besichtigung entdeckten die beiden jedoch einen 56er Ford Thunderbird in einer Garagenauffahrt. „Der schwarze Lack glänzte mit den Chromteilen in der kalifornischen Nachmittagssonne um die Wette“, erzählt der 48-Jährige. Die beiden stoppten und Egbert wollte den Amerikanischen Traumwagen eigentlich nur fotografieren, als er beim Näherkommen das „For Sale“-Schild entdeckte.

„Von Nahem und Innen sah der Wagen genauso gut aus wie von aussen“, erinnert sich Egbert, der sich anscheinend in den T-Bird verguckt hatte. Er klingelte, doch niemand machte auf, so dass der Meerbuscher telefonisch Kontakt aufnahm. Ca. 15 Minuten später tauchte die Besitzerin auf und begrüßte die Beiden mit „Her Name is Tinkerbell“ - Ihr Name ist Tinkerbell!

Der Thunderbird war 25 Jahre in Besitz

Die Dame erzählte den beiden die Geschichte des Wagens, sie kannte das Auto bereits seit ihrem elften Lebensjahr, eine Nachbarin hatte den T-Bird gefahren und den Wagen an sie verkauft, als sie aus Altersgründen nicht mehr fahren wollte. Wie die Erstbesitzerin kümmerte sich die Dame um dem schicken Roadster, nach insgesamt 25 Jahren in ihrem Besitz musste sie ihn leider aus wirtschaftlichen Gründen nun selbst verkaufen.

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Der Ford Thunderbird feierte sein Debüt im Jahr 1955 und ist in Sachen Design – wie vieles in der 50er Jahren – von europäischen Sportwagen inspiriert worden. Kombiniert mit dem nötigen Komfort und der typischen amerikanischen Performance entwickelten die Ford-Leute einen kleinen, schnittigen Roadster, der heute ein gefragter Klassiker ist.

T-Bird vs. Corvette

Im Gegensatz zu dem Chevrolet-Konkurrenzmodell Corvette kam der T-Bird mit einer Blechkarosse und hatte keine Steckscheiben. Kein Wunder, dass sich der Ford im Vergleich zur Vette besser verkaufte. 16.155 zu 700 Fahrzeuge im Jahr 1955 sprechen eine deutliche Sprache.

Der 56er T-Bird gleicht dem 55er Modell, kam aber serienmäßig mit dem „Continental" Reserverad am Heck. Das verfügbare Hardtop gab es mit dem charakteristischen „Porthole"-Fenster. Auch unter der Haube hatte sich zum 56er Modell etwas getan. Anstelle des 292 ci V8 von 1955 arbeitete nun ein neuer und leistungsstärkerer 312 ci V8 mit 215 PS und wahlweise Schalt- oder Ford-O-Matic-Automatikgetriebe.

Die drei wurden sich ziemlich schnell einig und die Kalifornierin verabschiedete sich mit Tränen in den Augen von ihrem automobilen Schatz. Dafür hatten die beiden Meerbuscher jetzt ein Leuchten in den Augen, der Wagen war nicht nur optisch eine Augenweide mit seiner Chrom-Speichenräder auf Weißwandreifen und dem schwarz-Weißen Interieur, auch technisch war der Thunderbird einwandfrei und die ideale Ergänzung zu ihrem 59er Edsel, den wir Euch bereits hier vorgestellt haben. Jetzt haben die beiden Meerbuscher die Wahl, bei schönem Wetter wird "Tinkerbell" natürlich bevorzugt...

AmeriCar-Facts

1956er Ford Thunderbird



Antrieb: OHV-V8, 312 ci, 5.112 ccm, 225 PS bei 4.600 U/min, Holley-Vierfachvergaser, Ford-O-Matic-Automatik, Heckantrieb

Fahrwerk: Einzelradaufhängung vorne, Gasdruckdämpfer, Schraubenfedern, Trommelbremsen; Starrachse hinten, Gasdruckdämpfer, Blattfedern, Trommelbremsen

Räder: 15“-Speichenräder mit Weißwandreifen in 205/75 R15

Sonstiges: Farbe: Raven-Black

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