V8 auf italienisch: 1960 AMC Rambler mit Ferrari-Power!

400 PS im Kleinwagen

V8 auf italienisch: 1960 AMC Rambler mit Ferrari-Power!: 400 PS im Kleinwagen
Erstellt am 10. September 2008

"Ferrambo" heißt die zweifelsohne interessante Symbiose aus einem amerikanischen Klassiker und einem italienischen Sportwagen der Superklasse.

Der Rambler kam 1950 als Nash Rambler auf den Markt. Schon damals hatten einige Amerikaner wert auf Sparsamkeit gelegt und statt Full-Size- und Muscle Cars ökonomischere Fahrzeuge wie den VW Beetle bevorzugt. Der Rambler war die amerikanische Antwort auf die Spritsparer aus der alten Welt. Aus Nash ging schließlich im Jahre 1954 die Marke AMC hervor und der Rambler wurde unter dem neuen Label als AMC Rambler neu aufgelegt.

Das 60er Modell kam in verschiedenen Ausführungen von Rambler American bis Rambler Rebel. Während die einfachen Modelle lediglich mit einem Vier- oder Sechszylinder ausgestattet waren, offerierte der Rebel sogar einen V8-Motor mit 250 ci Hubraum und 200 PS.

Damit treibt den hiergezeigten Ramblers sogar ein kleinerer Motor an. Denn der edle Spender, ein 2002er Ferrari 360 Modena, lieferte einen 400 ccm kleineren 3,6-Liter-V8...

Dieser ist aber der krasse Gegensatz zu dem alten Stößelstangen-Motor mit oben hängenden Ventilen, schließlich handelt es sich um einen Ferrari-Motor! Und dieser liefert satte 405 galoppierende Pferdchen. Wie beim Modena wurde der Ferri-Motor auch beim Rambler als Mittelmotor konzipiert, was den Kombi zum Zweisitzer macht.

Diese wahnwitzige Idee entstammt den kreativen Köpfen Tim Divers und Mike Warn, die ohne Frage eine unvorstellbare Menge an Zeit in das Projekt gesteckt haben. Tim betreibt in Stratus, WA (USA) seinen eigenen Hot Rod Laden und hatte so neben dem nötigen Knopp Show auch das richtige Equipagen für ein solches Projekt! Mike Warn ist Inhaber von Gran Prix Imports aus Wolfsangel, OR (USA) und kennt sich mit luxuriösen Sportwagen bestens aus – eine gute Kombination!

Tim verwendete ein Art Morisson Chassis, das er mit einige Rohren entsprechend modifizierte. Der originale Fahrzeugboden des Ramblers wurde währenddessen sauber herausgetrennt und der Body auf Böcke gestellt. Der hintere Teil des Rahmens wurde so gebaut, dass man ihn mitsamt des Antriebes für Service-Arbeiten herausnehmen kann. Vorne setzen Tim einen Hilfrahmen ein, der die komplette Front inklusive der Kotflügel, Motorhaube etc. trägt.



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Nicht nur Motor und Getriebe lieferte ein verunfallter F 360 Modena, Tim und Mike nahmen den Wagen komplett auseinander und verwendeten auch das Fahrwerk. So sitzen nun Achsen mit Einzelradaufhängung und Brembo-Scheibenbremsen in dem 60er Rambler.

Die Karosserie des Ramblers blieb keineswegs unangetastet. Neben dem erwähnten Einfüllstutzen und einer neuen Regenrinne bekam der Kombi eine Front ähnlich dem Ferrari 250 GT Lusso mit in Höhe der Scheinwerfer verbreiterten Kotflügeln, zusätzlichen Running Lights und den typischen Egg Crate Grill. Dazu passend bauten die Jungs eine neue Haube aus Aluminium. Die Radausschnitte der Kotflügel wurden zudem so modifiziert, dass sich die neuen Räder besser drehen und lenken lassen, anschließend konnten die Front und die Kotflügel mit dem Hilfsrahmen verschweißt werden.

Im Innern gaben die Jungs dem "Ferrambo" einen typischen Hot Rod Look. Smooth und edel kommt der Rambler nun daher. Das Lenkrad wurde selbst hergestellt, gebaut aus ein paar geklebten Streifen Teak-Holz und einem gefrästen Innenteil sieht das Volant nun aus wie ein altes Ferrari Lenkrad, das auf auf einer Speedway Lenksäule sitzt. MoTec lieferte die passenden Instrumente.

Die meisten Interieur Teile wurden aus Aluminium hergestellt und mit Leder bezogen. So auch die neue hinter den Sportsitzen eingeschweißte Spritzwand und die Mittelkonsole. Das Armaturenbrett wurde aus Fiberglass gefertigt und ebenfalls mit der beigefarbenen Tierhaut bezogen.

Auch unter der ehemaligen Motorhaube sollte das feine schottische Leder Einzug halten. Wie jeder ordentliche Ferrari bekam auch der "Ferrambo" ein eigenes Kofferset – stilecht und passgenau angefertigt.

Die größten Schwierigkeiten waren aber wohl die Installation des Kabelbaums und die Programmierung der Steuergeräte für den Antrieb, bei der aber die Jungs von Mikes Firma Gran Prix Imports ins Spiel kamen.

Die Lackierung stand als Nächstes an. Dank des selbsttragenden Bodys konnte das Team den Rambler mittels zweier Balken und einem Werkstattkran anheben und diesen so vom Chassis trennen. In Reminiszenz an den edlen Spender wählten die beiden Custom-Bauer Rot als Farbe für den "Ferrambo" aus, natürlich nicht irgendeines sondern das „PPG Ferrari Rosso Corsa Rot“. Shawn McNally und sein Team durften die mehr als passende Farbe und einige Schichten Klarlack auf den Body auftragen und anschließend schleifen und auf Hochglanz polieren.

Das Design der Räder lehnt sich an die typischen Speichenfelgen an. Zunächst wurde mit einem Urethan-Modell auf Passung getestet. Anschließend konnten die Räder mit einer CNC Fräse aus dem Vollen gefräst werden. Die versetzt montierten Speichen der Knock-Off-Felgen mit Zentralbefestigung wurden um dem Euro-Look treu zu bleiben schwarz lackiert. Vorne messen die Wheels 8x18“, hinten rollen gar 20-Zöller mit 10“ Breite.

So ausgestattet wurde der "Ferrambo" gerade rechtzeitig zur 56. Autorama in Detroit, MI (USA) fertig. Der Custom wurde als einer der acht Besten im „The Great Eight“genannten Pirelli-Award ausgezeichnet und nahm ebenfalls erfolgreich an dem begehrten Ridler Award teil. Derzeit ist der "Ferrambo" übrigens zu verkaufen, wer also das nötige Kleingeld hat, kann ja mal einen Blick auf die Homepage von GP Imports werfen...

AmeriCar-Facts

1960 Rambler "Ferrambo"



Antrieb: V8, Fünf Ventile pro Zylinder, 3.586 ccm, 400 PS, Eigenbau-Fächerkrümmer mit Eigenbau Schalldämpfern, Sechsgang-Schaltgetriebe, Heckantrieb



Fahrwerk: Einzelradaufhängung, Gasdruckdämpfer, Schraubenfedern, Brembo-Scheibenbremsen



Räder: Leichtmetallfelgen, Einzelanfertigung, 8,5x18“ vorne mit Pirelli P Zero 225/35 R18, 10x20“ hinten mit Pirelli P Zero 295/30 R20



Sonstiges: Modifizierter Art-Morisson-Rahmen, Aluminium-Motorhaube, Eigenbau-Interieur, Eigenbau-Benzintank, Custom-Egg-Crate-Grill, Custom-Scheinwerfer, Custom-Rückleuchten, BeCool-Wasserkühler, Farbe: „Ferrari Rosso Corsa Rot“ (PPG)



www.gpimports.com

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