1970er Ford Mustang Mach I

Empty Nester Stang

1970er Ford Mustang Mach I: Empty Nester Stang
Erstellt am 9. März 2018

1969 präsentierte Ford den Mustang Mach I Fließheck. Serienmäßig ausgestattet mit 351-ci-V8 mit Doppelrohr-Auspuff und GT-Handling-Paket. Das Design mit den stylischen Stahlrädern und Goodyear-Polyglas-Reifen, reflektierenden Streifen entlang der Seiten und um das Heck, Pop-off-Tankdeckel sowie einer mattschwarzen Motorhaube mit simulierter Lufthutze und Rennverschlüssen fiel auf – und kam an.

Standard waren des weiteren Sport-Spiegel, Schalensitze, Mittelkonsole, Holzlenkrad sowie Holz-Imitat-Akzente. Ein Heckspoiler und eine neue "Shaker"-Haube konnten optional geordert werden. Der serienmäßige 351-ci-V8 des Mach I leistete 250 PS mit Doppelvergaser beziehungsweise 290 PS mit Vierfachvergaser und erhöhter Kompression (10,7: 1 vs. 9,5: 1). Bei dem 351er handelte es sich um den "Windsor"-V8, nicht um den gepriesenen "Cleveland"-Motor. Optional bot Ford 1969 den Mustang Mach I mit 428-ci-Cobra-Jet-V8 mit 7.013 ccm Hubraum und 335 PS an, der das Fastback zu einem der schnellsten Autos der Welt machte. Tester des „Car Life Magazin“ beschleunigten in nur 5,5 Sekunden aus dem Stand auf 60 Meilen pro Stunde und rasten über die stehende Viertelmeile in 13,9 Sekunden bei 103 Meilen pro Stunde.

Zum 1970er Modelljahr überarbeitete Ford die Mustang-Modelle nur leicht. Die Designer lifteten die Front mit zwei simulierten „Sugar Scoop“ genannten Lüftungsöffnungen und verbauten Scheinwerfer mit kombiniertem Abblend- und Fernlicht. Der Grill erhielt anstelle des dünnen Netzes horizontale Balken. Das dreifarbige Emblem bewegte sich mit Ausnahme des Mach I, wo es weggelassen wurde, zur Grill-Mitte hin. Der Mach I bekam rechteckige Zusatzscheinwerfer plus gerippte Schwellerverkleidungen, eine Heckblende in Waben-Optik und überarbeitete Streifen. Alle 1970er Mustangs erhielten versenkte Rückleuchten, Hochlehner-Schalensitze und Dreipunkt-Sicherheitsgurte, einen manipulationssicheren Kilometerzähler sowie ein Zündschloss in der Lenksäule. Die Motorenauswahl wurde um ein 351-Package mit 4bbl und 300 PS sowie 11: 1-Kompression erweitert, dazu gab es ein Viergang-Getriebe mit Hurst-T-Griff-Schalthebel. Der Mach I verkaufte sich 1970 mit 40.970 Fahrzeugen (1969: 72.458 Exemplare) recht solide. Eines dieser Modelle gehört heute Michael und Gabi Martin aus Essen.

Text & Fotos: Thomas Frankenstein

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