Dodge Viper - die amerikanische Autolegende lebt weiter! - Mit Wallpaper!

AmeriCar.de blickt zurück auf 30 Jahre Dodge Viper!

Dodge Viper  - die amerikanische Autolegende lebt weiter! - Mit Wallpaper!: AmeriCar.de blickt zurück auf 30 Jahre Dodge Viper!
Erstellt am 12. April 2021

In diesem Jahr wird die Dodge Viper historisch! Anlass für AmeriCar.de, auf die Geschichte der Giftschlange auf Rädern zurückzublicken!

Die erste Dodge Viper erblickte auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit im Jahre 1989 als Concept Car das Licht der Welt. Die Akzeptanz auf der Show war so groß, dass erste Bestellungen bereits während der Messe angenommen wurden – und dass grünes Licht für die Produktion der Giftschlange gegeben wurde.

Nach den Prototypen wie dem Ende 1989 präsentierte VM01 mit einem 360 ci V8 und dem VM02 Anfang 1990 mit 8,0 Liter V10 folgte die erste Serien-Viper namens RT/10. Das Design von Tom Gale war augenscheinlich von der AC Cobra inspiriert und mutete in der ersten Generation fast wie ein Kit Car an, so einfach war die Verarbeitung und das Konzept sah wohl auch genau das vor: Eine schlichte Fahrmaschine, die sich mit anderen Supersportwagen wie Shelby Cobras & Co. messen sollte und wollte. In nur 4,6 Sekunden auf 100 km/h war damals eine echte Hausnummer! Dafür musste man auf Türgriffe innen oder Seitenscheiben verzichten! Das Ziel der Chrysler Corporation seinerzeit war aber auch, ein Vorzeigeobjekt für die sportliche Marke Dodge auf die Räder zu stellen, denn der der Bolide sollte in nur 15 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen und wieder zum Stehen kommen.

Zehnzylinder

Der Antrieb des RT/10 besteht aus einem V10-Motor mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Dabei stammt der Motor stammte nicht, wie so oft behauptet aus der LKW-Produktion, sondern aus einer gemeinsamen Entwicklung mit Lamborghini, die zu dieser Zeit zum Teil der Chrysler Company gehörte. Die Italiener arbeiteten an dem Kühlsystem, der Kurbelwellen-Justierung und dem Feintuning. Im Gegensatz zu dem V10 LKW-Motor bestand der Viper Motor aus Aluminium und kam mit einer flacheren Crossram-Ansaugbrücke sowie spezieller Ölwanne, Zylinderköpfen und Riemenantrieb. Im Innern kamen leichtere Kolben und größere Ventile sowie verstärkte Stößel und Kurbelwelle zum Einsatz. Die Verdichtung und die Maximaldrehzahl waren gegenüber dem Truck-Motor erhöht.

Pace Car

Bereits vor der Markteinführung sollte eine Dodge Viper im Mai 1991 als Official Pace Car – mit Caroll Shelby himself am Steuer - bei dem NASCAR Rennen von Indianapolis fahren. Im Dezember 1991 rollten schließlich die ersten roten Viper RT/10 Serienfahrzeuge (MY '92) vom Band des New Mack Avenue Werks. Der 450 PS starke Sportwagen war zu Beginn nur in Rot verfügbar, eine weitere Farbe – schwarz kam 1993 dazu, Gelb und Emerald Green kamen im Jahr 1994.

Viper GTS

Der Viper RT/10 Roadster bekam 1996 mit der Viper GTS in 1996 eine geschlossene Variante hinzu. Das Design lehnte sich nur én detail an die RT/10 an, 90 Prozent des Coupés waren neuentwickelt. Die GTS bekam wegen ihres Daches mit den zwei „Höckern“ schnell den Namen „double bubble". Das Coupé besser verarbeitet und nicht so puristisch. Für das 96er Modelljahr hatte man die Auspuffanlage modifiziert und es wurde fortan auf die Seitenauspuffrohr verzichtet. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erhielt die Viper zudem Airbags! Dank einer Weiterentwicklung und neuen Aluteilen an Fahrwerk und Rahmen konnte man rund 100 kg Gewicht an der Plattform sparen. Nochmal 40 kg sparten die Ingenieure bei dem Motor und dem Kühlsystem. Dazu war eine mit Klimaanlage ausgestattete GTS rund 50 kg leichter als eine RT/10 ohne Klimaanlage. Das wirkte sich positiv auf die Performance aus, 0,3 Sekunden weniger brauchte die abgespeckte Viper für den 100 km/h-Sprint! Auch die GTS wurde im Jahre 1996 als Pace Car für das Indianapolis 500 Rennen auserkoren, mit dem damaligen Chrysler Chef Bob Lutz als Fahrer.

Erfolgreich

1998 waren bereits 9.500 Viper auf den Rennstrecken und Boulevards unterwegs. Kombiniert mit einer präzisen Sechs-Gang-Schaltung wurde die Viper zur absoluten Fahrmaschine mit Einzelradaufhängung vorn und hinten. Die Bremsanlage ist vorne mit Vierkolben-Sätteln und 13" x 1.26" belüfteten Scheibenbremsen und hinten 13" x 0.86 belüfteten Scheibenbremsen ausgestattet. Den Kontakt zur Fahrbahn stellten High Performance Reifen von Michelin her. Die Pilot Sport wurden eigens für die Viper entwickelt und messen 275/35 ZR18 vorne und 335/30 ZR18 hinten. Aufgezogen sind die massiveren Gummis auf geschmiedete Aluminiumfelgen.

Made with Pride

Jede Viper wird in Handarbeit von ausgesuchten Facharbeitern aus rund 50 verschiedenen Komponentmodulen aus den gesamten USA gefertigt. So werden die Glasfaser-Karossen in Teilen bereits lackiert angeliefert und der Antrieb kommt getestet von der Chrysler Motorenfabrik. Seit Oktober 1995 besteht die Manufaktur in dem Werk an der Conner Avenue in Detroit, MI (USA).

Dodge Viper GT2

In 1995 präsentiert Chrysler die Dodge Viper GTS-R. Die limitierte Version war nur für den Einsatz bei Rennen der GT-Klasse vorgesehen. Der serienmäßige Antrieb bestand aus einem 525 PS starken 8.0 Liter V10, 650- oder 750-PS starke Motoren waren auf Wunsch erhältlich. Im Jahr 1997 konnte die Viper die FIA GT2 Championship und im Jahr 1998 die 24 Stunden von LeMans in der GT2-Klasse für sich entscheiden.

Anlässlich dieser Erfolge baute Chrysler 100 strassenzugelassene 1998 GT2 Championship Edition Viper, die wie die Rennversion lackiert waren und mit dem gleichen Aerodynamikpaket kamen. Der optimierte Motor leistete mit 460 PS bei 5200 U/min und 500 ft/lb bei 3600 U/min rund 10 Pferdestärken und 10 lb/ft mehr als in der Serie.

Besondere Embleme und Grafiken sowie ein "Viper GTS-R" Banner auf der Frontscheibe gehörten ebenfalls dazu, wie auch 18“ Michelin MXX3 Reifen auf speziellen einteiligen 18“-Leichtmetallfelgen mit Viper-Logo oder Sicherheitsgurten wie das Siegerteam ORECA in ihrer Viper hatte. 85.200 Dollar kostete damals der Straßenrenner...

Dodge Viper ACR

Die Dodge Viper ACR (American Club Racer) kam 1999 und ist eine Mischung zwischen der GTS-R und der Serien-Viper. Nur rund 100 bis 200 solcher Modelle waren im ersten Quartal des Jahres über die Dodge Händler zu beziehen. Die rennfertigen Fahrzeuge hatten mehr Leistung und weniger Gewicht, dank dem K&N Luftfilter, dem Weglassen der Musik-Anlage, Klimaanlage und Nebelscheinwerfern. Ein besseres Handling wurde durch Fahrwerkskomponenten der GTS-R und neuen Michelin Pilot Sport High-Performance Reifen 275/35 ZR18 vorne und 335/30 ZR18 hinten auf 18“-BBS Leichtmetallfelgen erreicht. Dazu kam die ACR aber auch mit einigen Komfort-Features wie elektrisch verstellbaren Außenspiegeln, Sonnenblenden sowie Alu-Akzenten auf Armaturen, Bremshebel und Türgriffen.

Competition Coupe

Das Competition Coupe sollte die mit GTS-R begonnene Renngeschichte der Dodge Viper fortführen. mit jede Menge Renn-Equipment wie Seitenfensternetz, 100-Liter-Renntank, Renn-Slicks, Diffenzial-Ölkühler usw., sorgten genauso wie Überrollkäfig für optimale Voraussetzungen für den Renneinsatz. In nur 3,8 Sekunden sollte der Rennbolide auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 185 mph (296km/h) erreichen. Dennoch gab es keine Pläne, das Competition Coupe für die American Le Mans Serie oder 24 Stunden von LeMans zu homologisieren. Produziert wurde das Coupe im Conner Avenue Assembly Plant Ende 2002, eine Straßenzulassung hat das Dodge Viper Competition Coupe allerdings nie erhalten!

Final Edition

Zum Ende der Produktion der zweiten Generation brachte Chrysler eine auf 360 Exemplare limitierte Sonderserie als "Final Edition" heraus, die rot mit weißen Steifen lackiert waren – in Anlehnung an die gewinnträchtigen Oreca Rennwagen.

SRT-10

In 2003 wurde die RT/10 schließlich durch die SRT-10 ersetzt. SRT stand für Street and Racing Technology – eine Art hauseigener Motorsportabteilung. Das Design der SRT-10 war nicht mehr so rund sonder scharf und kantig gezeichnet. Auch unter der Haube steckte nun mehr: Der Hubraum der V10 wurde auf 505 ci oder 8,3 Liter erweitert und zusammen mit weiteren Entwicklungen erreichte die neue Viper eine Leistung von 500 PS sowie 712 Nm – bei einer weiteren Gewichtsreduktion von 230 kg.

Viper vs. Viper

Im Juli 2002 legte sich Dodge mit der Viper gegen eine andere Viper an und forderte diese zu einem außergewöhnlichen Rennen Luke Air Force Base in Glendale, AZ (USA) heraus. Als Gegner für das Rennen kam nur die „Viper“ genannte F16 der US Air Force in Frage - wer gewonnen hat? Die Viper natürlich!

SRT-10 Coupé

Das Coupé der SRT-10 wurde im Januar 2005 auf der NAIAS vorgestellt. Das 2006er Modell basierte auf dem Roadster, übernahm das vom GTS bekannte „double-bubble"-Dach und die originalen GTS-Rückleuchten, kam aber mit dem Heckstyling des Competition Coupe. Wie die ersten GTS kam das SRT-10 Coupé in dem GTS Blau mit weißen Rennstreifen. In Sachen Leistung konnten die Ingenieure dem Coupé 10 PS und rund 20 Nm mehr Drehmoment verpassen. Im Modelljahr 2007 wurden keine Viper produziert, stattdessen ließ Chrysler die 2006er unverändert weiterbauen und bereitete sich auf die neue Generation vor.

Facelift oder neue Generation?

Weil die Viper zum 2008er Modelljahr so viele Änderungen erhielt, spricht Chrysler von der vierten Generation. Die neue Viper erhielt wieder ein Update in Sachen Motorisierung. Der neue V10 produzierte aus 510 ci oder 8,4 Liter Hubraum nur 600 PS und 760 Nm. Diese Performance verdankt der Motor u.a. neuen Zylinderköpfen und einer variablen Ventilsteuerung. Ein neuer Auspuff ohne Crossover sorgt für kühlere Temperaturen im Cockpit während das Motormanagement & Co. nun über den Can-Bus gesteuert wurde. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern kann die jüngste Generation der Viper in insgesamt acht Farben bestellt werden, darunter fünf neue wie Venom Red, Snakeskin Green, Viper Violet, Viper Orange and Bright Blue. Rennstreifen sind optional in sechs Farben verfügbar.

Dodge Viper ACR

Auf der 2008er North American International Auto Show feierte auch eine ACR -Version der neuen Viper Premiere. Die ACR Viper kommt mit Verbesserungen an Fahrwerk und Antrieb, die straßenzugelassen sind. Um Gewicht zu sparen, verzichtet die ACR auf jeglichen Schnick Schnack im Interieur oder nicht essentielle Bauteile wie Nebelscheinwerfer. Rennreifen, zweiteilige Bremsscheiben, einstellbares Fahrwerk, 20“-Räder und ein sensationelle Aerodynamik kamen hinzu, während am Motor selbst keine Veränderungen gemacht wurden.

25.000. Dodge Viper

Im März 2008 feierte Chrysler die 25.000ste Dodge Viper, die heute im Besitz von dem Rennfahrer Kurt Busch ist. In der Geschichte der Viper gibt es noch viele weitere spannenden Konzepte, die mit dem Supersportler zusammenhängen.

Dodge Copperhead (1998)

Der Dodge Copperhead basierte auf der Viper Plattform und sollte als preiswertes Auto mit einem V6 anstelle des Viper V10 Motors kommen.

Dodge Ram SRT10 (2002)

Dodge installierte im Jahre 2002 den Viper Motor in einen Dodge Ram und machte den Ram SRT10 zu einem der leistungsstärksten Trucks seinerzeit. In die Serie schaffte es der mit dem „Viper-Emblem“ versehene Sporttruck zum 2004er Modelljahr. Im Februar 2004 wurde der Ram SRT10 zum World's Fastest Truck.

Dodge Tomahawk (2003)

Als wenn das mit dem Pick Up nicht schon verrückt genug gewesen wäre, präsentierte Chrysler auf den NAIAS 2003 den Dodge Tomahawk – ein Motorrad mit Zwillingsreifen und Viper-Motor. Der damalige COO Wolfgang Bernhard fuhr den Viper-V10 auf Rädern persönlich auf die Bühne in Detroit!

Chrysler Firepower (2005)

Der Chrysler Firepower war als so genanntes Grand Touring Konzept gedacht, das auf Viper Chassis aufbaute und mit dem modernen 5,7-l-Hemi-V8 ausgestattet war. Zielgruppe waren wie beim Copperhead weniger finanziell starke Kunden oder welche, die Automatik bevorzugten.

Dodge Viper SRT-10 Double Bubble (2005)

2005 erschien dann auch von diesem Modell eine Coupe-Variante, die sich wieder dem mittlerweile berühmten „Double-Bubble“-Daches als stilgebendes Element bediente.

Facelift oder Generation (2008)

Beim Modelljahr 2008 spalten sich dann die Geister. Handelt es sich um eine neue Generation, wie Chrysler bekannt gab, oder doch eher um ein Facelift. Das grundsätzliche Design blieb weitestgehend unberührt und die vielen Modifikationen spielten sich eher unter dem Blechkleid ab, was die richtigen Fans dazu veranlasste, dies nicht als neue Generation zu betrachten. 2009 wurde dann bekannt gegeben, dass die Produktion der Viper zum Sommer 2010 eingestellt werden soll.

20 Jahre Dodge Viper Modell (2012)

Nach der Übernahme von Chrysler durch den Fiat-Konzern gab jedoch der neue Chef bekannt, die Viper ab 2012, also genau 20 Jahre nach dem Serienstart mit einem neuen Modell wieder aufleben zu lassen. Auf der New Yorker Automesse vorgestellt, kam das rundum neu designte Modell dann auf den Markt. Erstmalig nicht als offenes Modell, sondern direkt als geschlossener Sportwagen. Auch dieses mal wuchs der Hubraum des bekannt bewährten Zehn-Zylinders ein stückweit an auf nun 8.400 ccm. Dabei produzierte er in der Ausbaustufe nun beinahe 650 PS und sagenhafte 810 Nm: Leider kam das Design, das von vielen eingefleischten Viper-Fans speziell in der Frontpartie als zu nah an der Corvette kritisiert wurde, nicht richtig an,

ACE VIPER (2016)

FCA gab bereits 2015 das endgültige Ende in 2017 bekannt , was durch eine letzte ACR-Version in 2016 dann eingeläutet wurde.

 

Damit verschwand – zumindest bis auf weiteres – eine weitere Ikone des Sportwagenbaus und letzter Vertreter des Segments "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum" vom Markt.

 

1 Kommentar

  • BlueSuede_Buick

    BlueSuede_Buick

    Geile Bilder! Kann mir zwar keine Viper leisten, aber jetzt hab ich einen geilen Hintergrund für meinen Rechner!

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